#50 Warum Partizipation nicht heißt, alles zuzulassen

Shownotes

In dieser Podcast-Folge geht es um Partizipation im Kita-Alltag und darum, warum Beteiligung von Kindern nicht bedeutet, ihnen grundsätzlich alles zu erlauben. Gemeinsam mit Melanie Krause, Sozialfachwirtin und Kita-Leitung, sprechen wir darüber, wie wichtig es ist, Kinder ernst zu nehmen, ihre verbalen und nonverbalen Signale wahrzunehmen und ihnen Möglichkeiten zu geben, eigene Bedürfnisse, Wünsche und Grenzen auszudrücken. Anhand alltäglicher Situationen wie Essen, Trinken, Kleidung und der Gestaltung von Materialien zeigt Melanie, dass Beteiligungsmöglichkeiten kind-, alters- und entwicklungsgerecht gestaltet sein sollten. Ein weiterer Schwerpunkt liegt darauf, Partizipation nicht nur über formale Formate wie Kinderparlamente zu verstehen, sondern vor allem in den vielen kleinen Entscheidungen des Alltags umzusetzen. Du erhältst Impulse, den Kita-Alltag stärker aus der Perspektive der Kinder zu betrachten und vorhandene Beteiligungsmöglichkeiten bewusster wahrzunehmen und weiterzuentwickeln.

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Weiterbildungsangebote zum Thema Partizipation

Seminar: Partizipation - Mitbestimmung und Beteiligung in der Kita

Weiterbildungsreihe: Fachkraft für Resilienzförderung

Genannte Buch- und Videoempfehlungen:

  • Partizipation in Krippe und Kita von Michael Regner und Franziska Schubert-Suffrian
  • Partizipation in der Kita von Michael Regner und Franziska Schubert-Suffrian
  • Frühpädagogische Konzepte praktisch umgesetzt: Partizipation in der Kita von Giovanna Debatin
  • Leon und Jelena (Buchreihe) von Rüdiger Hansen und Raingard Knauer
  • Video "Partizipation im Kita-Alltag" mit Christel Van Dieken und dem Paritätischen Gesamztverband
  • Selbst aktiv statt fremd bestimmt: Gelingende Partizipation in Kita, Krippe und Kindertagespflege von Fea Finger

Transkript anzeigen

00:00:00: Herzlich willkommen zu einer neuen Podcast-Episode.

00:00:02: Heute geht es um Partizipation, warum Partizhipation eben nicht heißt alles immer zuzulassen!

00:00:09: Wir haben eine Gästin da, Melly nämlich Melanie Krause.

00:00:14: Sie ist Erzieherin und drei Jahre Leitung gewesen und Sozialfachwirtin Und bis schon ein Weile in der Fort- und Weiterbildung unterwegs und auch im Kitas.

00:00:26: Und natürlich passend zum Thema ist dein Steckenpferd oder deine.

00:00:30: Hauptthemen sind Partizipation und Mitbestimmung und Beteiligung von Kindern.

00:00:35: Aber auch die Regiopädagogik, und heute soll es ja aber um das Thema Partizhipation-Beteiligungen gehen.

00:00:43: Aktuell bist du in der ambulanten Familienhilfe und da gibt's auch so ein Projekt wo Du zum Teil Elternberatung im Kitas machst.

00:00:51: Ja herzlich willkommen Melly!

00:00:53: Erschön, dass du da bist und wir heute das Thema Partizipation uns anschauen können.

00:00:58: Ja vielen Dank!

00:01:00: Ich freue mich auch sehr, dass ich heute euer Gast sein darf!

00:01:03: Eine kurze Information in eigener Sache Wenn dein Ziel ist Kita-Leitung zu werden haben wir etwas ganz Neues für dich.

00:01:11: Die PDQ Akademie bietet ganz neu einen zertifizierten e-Learning Fernlehrgang zur Fachwirtin für Kita- Leitung an.

00:01:19: Der Lehrgang verbindet eLearning-Module, Liveonline Seminare, Reflexionsaufgaben und Fallbeispiele aus der Praxis.

00:01:27: So kannst du dir neues Wissen in deinem eigenen Tempo aneignen und dich gleichzeitig mit anderen angehenden oder erfahrenen Leitungskräften austauschen!

00:01:36: Die Kompetenzen für diese verantwortungsvolle Position zu entwickeln ist mit dieser Qualifikation noch einfacher geworden – du lernst selbstbestimmt flexibel und praxisnah!

00:01:47: Also dann, wenn es in deinen Alltag passt.

00:01:51: Die Regelstudienzeit beträgt sechs Monate!

00:01:53: Du kannst den Lehrgang aber individuell an dein eigenes Lerntempo und deine persönliche Situation anpassen.

00:02:00: Inhaltlich geht es unter anderem um Personalführung, Teamkultur, Kommunikationen, Qualitätsmanagement, betriebswirtschaftliche Grundlagen und Veränderungsprozesse in der Kita – alles mit dem Ziel, dich auf die vielfältigen Aufgaben einer Kita-Leitung gut vorzubereiten.

00:02:17: Mehr Informationen findest du unter pedico-akademie.de.

00:02:21: schrägstrichfachwirt Pediko wie immer mit AE.

00:02:25: Den Link findest Du auch nochmal in den Shownotes pedico minus akademie.de.

00:02:30: Schrägsstrich Fachwirt Das war's!

00:02:33: Jetzt geht es weiter mit der Folge Ja, freue mich sehr ein bisschen über mein Herzensthema Partizipation zu sprechen und freue mich einfach dass ich heute hier sein darf.

00:02:44: Wieso ist das denn dein Herzensthema?

00:02:46: Was verbindet dich denn damit?

00:02:49: Ich glaube dadurch, dass ich eine lange Zeit sowohl in der Gruppe als auch als Leitung in einer Kita tätig war begegnet einem das Thema Partizipation ja sehr häufig und für mich ist es ganz wichtig einfach immer wieder festzustellen.

00:03:04: Dass Kinder schon ganz viel mitbringen, dass Kinder selbst über sich und ihr Leben entscheiden wollen und viele Entscheidungen selbst treffen können und dass ich als Erwachsene mich quasi nicht über die Kinder stell, sondern jedes Kind schon als eigenständige Persönlichkeit wahrnehme.

00:03:21: Und eben auch ja den ganzen Kita-Tag mit den Kindern gemeinsam bestimme, gestalte und entscheide – und das sich das sehr wichtig einfach finde, mich nicht über Die Kinder zu stellen, sondern mit ihnen gemeinsam den Tag zu bestalten!

00:03:36: Ich finde es ist ein Thema was in jeder Bildungseinrichtung ganz, ganz viel Platz braucht um besprochen zu werden.

00:03:44: Ja und es ist ja auch ein Kinderrecht dass Kinder in allen Belangen die sie betreffen über sich selber bestimmen dürfen.

00:03:51: so steht's ja in der Kinderrechtskonvention.

00:03:54: was heißt das denn?

00:03:55: Partizipation?

00:03:56: also was kann man sich darunter vorstellen?

00:03:58: Also das ist ja einen ganz schönen weiter Begriff und könnte alles und nicht sein magst du uns da so ein bisschen mitten leben?

00:04:06: Auf jeden Fall, da könnte man natürlich ganz viel zu erzählen.

00:04:10: Der Begriff an sich bedeutet ja erst einmal nämlich Beteiligung mit Bestimmung Teilhabe was ich auch ganz wichtig finde.

00:04:19: und wenn man das auf die Pädagogik überträgt heißt es nämlich wie können Kinder in ihrem Alltag Mitbestimmen beteiligt werden überhaupt erstmal ihre Meinung äußern?

00:04:30: also wo gibt es im Alltag der Kita Raum und Platz, dass Kinder ihre Meinung äußern dürfen an Entscheidungen beteiligt werden.

00:04:39: Und quasi also einmal Entscheidung die das eigene Leben von den Kindern betreffen.

00:04:45: Das könnte zum Beispiel sein kann ich als Kind selbst entscheiden ob mir warm oder kalt ist?

00:04:50: Ob ich draußen eine Mütze frage oder nicht?

00:04:53: Ob Ich entscheide was ich esse und ob ich überhaupt essen möchte.

00:04:58: in dem Moment aber eben auch Entscheidungen Die ganze Gruppe betreffen oder die ganze Kita, habe ich die Spielmaterialien, in denen ich mir wünsche.

00:05:08: Darf ich entscheiden ob ich drin oder draußen spiele?

00:05:12: Wie wollen wir vielleicht unseren Essensbereich neu gestalten?

00:05:15: Welche Regeln gibt es bei uns?

00:05:18: Wer entscheidet überhaupt welche Regeln ist bei uns wie?

00:05:21: Also das Partizipation ein sehr breit gefächter Begriff aber allgemein bedeutet dass die Kinder anzuhören und das Leben in der Kita aktiv mitgestalten zu lassen und ihnen einfach eine Stimme zu geben, die gehört wird.

00:05:39: Und ich habe ja gerade schon gesagt es ist ein Kinderrecht.

00:05:44: Gibt es noch Gründe warum es einfach so wichtig ist dass wir eben Partizipation in den Kitas das wieder rüber sprechen?

00:05:53: Das wird uns unterstützen, das wird uns fördern?

00:05:57: Ja

00:05:59: Die gibt es auf jeden Fall.

00:06:01: Einmal ist es natürlich so, dass sich das Bild vom Kind zum Glück, möchte ich auch sagen in den letzten Jahren noch mal gewandelt hat eben weg von wir als Erwachsene müssen die Kinder komplett formen und erziehen.

00:06:14: zu.

00:06:15: ah, Kinder haben Rechte!

00:06:17: Kinder sind eigenständige Persönlichkeiten und Deutschland hat eben die UN-Kinderrechtskonvention mit unterschrieben.

00:06:25: Was bedeutet, dass wir den Kindern gesetzlich rechte zugestehen?

00:06:29: Und dazu gehört eben auch in Artikel zwölf die freie Meinungsäußerung und die Beteiligung.

00:06:35: also das zum einen aber zum anderen ist es natürlich auch Wir müssen uns nur heute umsehen was in der Welt passiert und heutzutage Es ist umso wichtiger, dass Partizipation ja auch der Schlüssel zu Demokratie ist.

00:06:49: Also wenn ich Kinder eine Stimme gebe Wenn ich Kinder überhaupt erst einmal darauf aufmerksam mache, dass es Rechte gibt.

00:06:57: Welche Rechte haben Kinder?

00:06:59: Was sind Rechte überhaupt?

00:07:01: Dass sich quasi da unterstützen kann, das die Kinder lernen sie dürfen ihre Meinung äußern.

00:07:07: Sie entwickeln ein Demokratieverständnis aber eben auch eine Aushandlung und Akzeptanz, dass Es verschiedene Meinungen gibt Und man das besprechen und ausdiskutieren kann und darf Aber das Kinder eben auch ganz gestärkt und selbstbewusst daraus gehen.

00:07:25: Das finde ich auch wichtig, also Partizipation stärkt Kinder ja eben auch und zeigt ihnen okay Ich darf mitsprechen und es ist wichtig dass sich mitspreche Und ich kann etwas bewirken wenn nicht mit spreche und mit entscheiden da und das finde ich ganz ganz wichtig in der heutigen Gesellschaft Kinder einmal in ihrer Ja im Selbstbewusstsein zu fördern aber eben auch ein demokrativerständnis schon vorzulehren würde ich sagen und das aktiv zu lesen.

00:07:56: Ich würde vielleicht sogar auch noch ergänzen, dass ja auch Kinder die es gewohnt sind... Also es ist so ein bisschen Gewaltprävention hier auch wenn ich als Kind das gewohnte bin, dass ich gehört werde und dass sich auch ernst genommen werde und dass ich auch erstmal alles sagen darf, ohne das es irgendwie falsch ist.

00:08:14: Da habe ich tatsächlich letztens gerade zwei Studien zugelesen wieder relativ aktuell wo's eben darum ging.

00:08:20: also das kann eben auch gewaltpräventiv den Kindern helfen weil sie dann eben sich nicht alles gefallen lassen und weil Sie dann so ein bisschen für sich selber einstehen auch in solchen Situationen

00:08:34: Und das finde ich ist ein ganz, ganz wichtiger Punkt daran und eben aber auch dieses Selbstbewusstsein.

00:08:40: Also dieses Ich kann etwas sagen und ich werde wie du ja auch gesagt hast ernst genommen und überhaupt gehört.

00:08:47: Das finde ich in Partizipationen auch ganz wichtig.

00:08:50: Ich muss hier auch als erwachsene Person erstmal wahrnehmen was ein Kind gerade äußert oder ob es grad vielleicht non-verbal sich über etwas beschwert.

00:08:59: und da indem man Partizhipationen lebt werden Kinder ja ernst genommen und erfahren eben, okay ich werde gesehen, respektiert.

00:09:07: Und auch meine Grenzen werden

00:09:09: geachtet.".

00:09:10: Das ist ein ganz wichtiger Part der Partizipation für mich.

00:09:15: Und dadurch sind wir ja auch direkt an dem Punkt Adultismus also die Diskriminierung von Kindern zu verringern und Diskriminierungserfahrungen, die ja Kinder sonst machen, also die Kinder sowieso machen das ist einfach so jedes Kind erlebt.

00:09:33: Und so können wir ja zumindest im Kita-Kontext-Adultismus reduzieren.

00:09:38: Das ist sozusagen wieder eine Prävention vor späterer Diskriminierung, also dass auch Kinder später nicht dann wenn sie in die Machtposition kommen selber diskriminierend werden.

00:09:53: Ich glaube das ist auf vielen Ebenen eine Prrävention um einen... friedvolles, achtsames Miteinander zu gestalten.

00:10:05: Wie sieht das denn so im Alltag aus?

00:10:07: Also was können wir dann da machen?

00:10:10: Hast du da ein paar Beispiele?

00:10:12: wie kann es denn gelebt werden?

00:10:14: Ja!

00:10:15: Da gibt's sehr viele Beispiele und ich finde auch ist nicht immer die großen Themen.

00:10:20: also es geht gar nicht darum dass jede Kita jetzt sofort von heute auf morgen eine Kinderkonferenz einführen muss irgendwie ein ganz demokratischer Sitzung einleiten muss, sondern es geht wirklich erst einmal darum die Kinder überhaupt zu sehen und zu hören.

00:10:37: Also ich finde das wichtig als Fachkraft sich einmal zu reflektieren und zu sagen gebe ich den Kindern überhaupt Raum zu sprechen welche Themen die Kinder gerade beschäftigen.

00:10:48: also ich find's wichtig vielleicht auch im Morgenkreis mal mit einem Erzählmikrofon eine Runde zu machen dass jedes Kind vielleicht mal sagen darf welche Themen es gerade hat oder wie es dem Kind gerade geht.

00:11:00: Aber auch dann zu schauen, leitet immer die Fachkraft den Morgenkreis an?

00:11:05: Oder können auch Kinder hier schon ein paar übernehmen natürlich je nach Alter aber dass die Kinder auch äußern dürfen was ist mir heute wichtig am Tag?

00:11:14: Was möchte ich unbedingt noch besprechen kann statt der Fachkraft auch ein anderes Kind die Kinder zählen sie heute da sind und dann geht's natürlich weiter zu Aufgaben.

00:11:24: übernehmen Decken immer die Fachkräfte den Essendstisch oder sind die Kinder schon eigenaktiv und übernehmen auch Aufgaben für die Gemeinschaft und können selbstständig den Tisch decken.

00:11:36: Oder sich Wasser einschenken, auch schon als zweijähriges Kind.

00:11:40: Das beinhaltet natürlich auch das ich als Fachkraft aushalten muss dass sein Kind vielleicht mal kleckert.

00:11:46: aber traue ich dem Kind das trotzdem zu und halte dich das aus ja?

00:11:51: Aber eben auch vielleicht zu schauen wer entscheidet darüber was die Kinder auf dem Außengelände anziehen.

00:11:57: Kann ich das mit den Kindern schon gemeinsam aushandeln?

00:12:01: Und kann nicht ein Kind vielleicht auch sagen, okay du möchtest halt ohne Jacke rausgehen?

00:12:06: Ich glaube es ist zu kalt aber probier das doch mal aus und eben das Kind das auch selbst stören und wahrnehmen zu lassen und dann mit dem Kind darüber ins Gespräch zu gehen also dann zu sagen ok Du hast gemerkt ihr ist kalt habe ich auch bemerkt.

00:12:21: wollen wir nochmal reingehen und uns eine Jacke holen um so eben das Kind ja auch zur Eigenständigkeit zu befähigen, aber auch die Grenzen des Kindes, dass Kind selbst spüren und wahrnehmen zu lassen.

00:12:34: Weil nur weil mir kalt ist bedeutet es hier nicht automatisch, dass es dem Kind kalt is'.

00:12:39: Und so gibt's ganz viele Beispiele, die ich ganz wichtig finde mit den Kindern gemeinsam zu besprechen und vielleicht auch gemeinsam dir regeln, das miteinander immer die Kinder einzubeziehen, wie wollen wir hier leben?

00:12:55: Wie wollen wir unseren Alltag in der Kita gestalten und immer wieder in den Austausch und ins Gespräch darüber zu gehen.

00:13:01: Ich glaube das sind so ja die wichtigen Kernbeispiele, die ich erstmal mitgeben möchte.

00:13:10: Ja!

00:13:11: Ich finde auch Teil von Partizipation oder ein wichtiger Teil von partizipations ist ja es sind ja auch Beschwerden also sozusagen dass ich mich beschweren darf über etwas, wie etwas läuft.

00:13:25: Und ich finde das ist was wo wir noch wirklich viel Sensibilität entwickeln können also auch im pädagogischen Alltag.

00:13:36: Wie können denn solche Beschwerden aussehen?

00:13:40: Also hast du da kannst du uns da nochmal mitnehmen Kann ich Kinder partizipieren lassen, indem ich bemerke?

00:13:49: Sie sagen gerade so möchte ich das nicht.

00:13:53: Das ist ein ganz wichtiger Punkt weil da muss sich als Fachkraft natürlich auch aushalten können dass Kinder sich vielleicht auch mal über mich beschweren über den Tal und dass Ich das nicht persönlich nehme sondern er sagt ja super die kinder möchten etwas ändern und ich nehme das ernst und gehe mit denen austauscht darüber.

00:14:10: also es ist ja eigentlich etwas Schönes, um den Alltag eben gemeinsam zu bestalten.

00:14:16: Als erstes finde ich wichtig da auch schon die non-verbalen Signale eines Kindes wahrzunehmen.

00:14:22: also wenn ein Kind sich von mir wegdreht oder mein Arm weggeschiebt oder Renteller weggschiebt dass ich dann das überhaupt auch wahrnehme weil auch das sind ja schon Beschwerden wie jünger die Kinder sind, desto mehr muss ich diese non-verballen Signale achten.

00:14:37: Da fängt es für mich an, das ernst zu nehmen und auch dem Kind zu sagen ah ich sehe du schiebst mein Arm weg in Ordnung.

00:14:45: Du möchtest gerade vielleicht für dich sein.

00:14:47: dann gehe ich nochmal in den anderen Raum.

00:14:49: Du kannst immer kommen wenn du möchtes also diese Grenzen wahrzunehmen und zu achten aber eben auch ein Beschwerdesystem, ein Beschwärdemanagement in jeder Einrichtung einzuführen.

00:15:01: Und es kann ja auch sein gibt es eine Sprechstunde wo Kinder ins Leitungsbüro kommen und sich beschweren dürfen.

00:15:08: Oder gibt es da im Morgenkreis die Möglichkeit, dass Kinder sagen dürfen was sie im Kitaalltag stört?

00:15:15: Gibt es ein Beschwerdekasten wo die Kinder vielleicht auch mal Zeichen in Malen gestalten können was sie stören und dann gehe ich mit den Kindern darüber ins Gespräch.

00:15:26: also es gibt ganz viele Möglichkeiten und ich glaube wichtig ist immer mit den Kindern zu sprechen und ihn eben auch transparent darzulegen, ihr habt die Möglichkeit euch zu beschweren.

00:15:38: Und diese oder diese Möglichkeit gibt es hier bei uns in der Gruppe – in der Einrichtung wo auch immer!

00:15:45: Da möchte ich auch noch mal sagen dass mittlerweile ja jede Bildungs-Einrichtung sogar um eine Betriebserlaubnis zu erhalten ein Beschwerdesystem einen Beschwerdemanagement vorlegen muss und das beinhaltet eben auch Ich als Kind darf mich beschwer'n

00:16:03: Und vor allen Dingen braucht es, glaube ich eine Atmosphäre.

00:16:07: Die sagt ja ihr dürft euch beschweren und ja wenn du wütend bist wird das nicht abgetan sondern ich begreife dass als Beschwerde und das ist ne offene Atmosfere in der Du das zeigen darfst weil ich glaub Es bringt kein Beschwerdemanagement etwas.

00:16:28: Wenn die Kinder dann doch Sorge haben, dass sie auf ihre Art eine Beschwerde ausdrücken, dass Sie dann irgendwie gemassregelt werden oder sonstiges, dann werden sie das Beschwerdemanagement nämlich auch nicht nutzen.

00:16:41: Also ich glaube es ist auch nochmal total wichtig, dass rundlegend die Atmosphäre sagt ja du wirst hier gehört Und auch wenn du das vielleicht auf eine Art tust, die wir erst mal als ein vielleicht herausforderndes Verhalten einschätzen würden zum Beispiel.

00:16:58: Also das finde ich super, super wichtig dass wir dann sagen hey!

00:17:02: Das ist ne Art von Beschwerde zum Beispiel

00:17:05: Ja und jedes Kind hat ja trotzdem eine andere Ausdruckweise und beschwert sich anders und das muss ich erstmal sehen und noch ergänzen.

00:17:13: dazu find' ich auch ganz wichtig was du sagst weil Kinder merken wie authentisch ich bin.

00:17:18: Und wenn ich sage, du darfst dich beschweren.

00:17:20: Aber ich gucke die Kinder schon mit hochgezogene Augenbrauen an oder die merken dann bin ich total distanziert.

00:17:27: oder das Merkenkinder sofort.

00:17:29: und genau dann finde ich hat es nichts mehr mit Partizipation zu tun weil dann sage ich etwas anderes als sich meine.

00:17:36: Das merken Kinder und dann werden sie sich nicht mehr beschwerten.

00:17:39: Deswegen find' ich sehr wichtig auch erstmal im Team darüber in den Austausch zu gehen und ganz offen dafür sein und sich immer selbst als Fachkraft reflektieren.

00:17:48: Ja, absolut.

00:17:50: Und manche würden ja sagen, Partizipation geht dann nur mit Älteren oder?

00:17:56: Also... Oder wie...?

00:17:57: Das ist ein gutes Tief-Frage!

00:18:02: Wie kannst du noch mal erklären warum das auch schon für kleinere möglich ist?

00:18:08: Definitiv.

00:18:10: Ich verstehe das weil natürlich es ist mit älterem Kindern leichter die schon ganz anders sprechen können mehr mit dem Kindern aushalten und verbal besprechen kannst.

00:18:21: Aber auch mit den jüngsten und kleinsten Kindern ist Partizipation möglich zu leben, weil auch da kommt es ja wieder auf meine Haltung an – auch sehr auf die non-verbalen Signale!

00:18:32: Weil ein junges Kind was irgendwie den Kopf wegdreht, weil es satt ist oder was die Arme hochstreckt und auf den Arm möchte und ich ignoriere das gerade vielleicht, weil ich unter Zeitstress stehe Also da wieder ganz sensibel zu sein für eben die non-verbalen Signale.

00:18:49: Aber auch da, wie kann ich jüngere Kinder beteiligen?

00:18:53: Kann ich eben auch Grippenkinder schon mal alleine das Essen auftun lassen.

00:18:58: Mit einem Alter von zwei Jahren oder so ist das schon möglich!

00:19:02: Oder kann ich auch einen anderthalbjährigen schon zutrauen aus ein Wasserglas zu trinken und sich auszuprobieren.

00:19:08: Das sind schon so Kleinigkeiten, die ich deutlich wahrnehmen kann leisten kann und ich finde es auch wichtig, diese Alisierung mit reinzubringen.

00:19:18: Also auch im Morgenkreis einer Grippengruppe vielleicht schon mal Bildkarten zu haben die Auswahl zwischen zwei oder drei Möglichkeiten was gespielt werden kann.

00:19:28: Oder ich lege zwei Bücher in den Morgenkreisen und jedes Kind darf sich nochmal entscheiden zu welchem Buch es krabbeln möchte.

00:19:35: also zu versuchen auch da die Kinder möglichst mitbestimmen zu lassen aber eben Wekelsituation, vielleicht mit Worten zu begleiten.

00:19:45: Das Kind da schon ernst zu nehmen und zu sagen welche Schritte man als Nächstes geht.

00:19:50: Mit dem Kind im Gespräch zu sein Und eben nicht einfach über die Grenzen des Kindes hinaus das Kind hochheben und weckeln.

00:19:58: Das alles ist für mich auch gelebte Partizipation.

00:20:03: Ich würde ganz gerne zu dem was du meintest mit dem selber auffüllen und selber eingießen noch etwas ergänzen weil mir dass immer wieder auffällt Da gehört ja zur Teilhabe eben auch dazu, dass das dann eben auch Löffel sind die für die Kinder gut sind.

00:20:15: Also häufig sind es diese Auffülllöffeln, die für uns Erwachsenen super sind zum auffüllen und für die kinder wird's ein riesiges... also fällt an was runter und klappt es nicht.

00:20:25: oder auch mit dem selber eingießen.

00:20:28: da hatte ich letztens gerade in der Einrichtung wieder diese Diskussion.

00:20:30: naja aber Plastikbächer sind viel besser weil sie können wenn die runterfallen gehen die nicht kaputt.

00:20:35: Und gleichzeitig, wenn ich eingieße in so ein kleines Glas.

00:20:38: Also aus richtigem Glas dann ist eben die Chance das beim Eingießen nicht umkippt viel geringer.

00:20:44: also da auch immer wieder hin zu gucken.

00:20:46: Ist denn das was wir den Kindern da anbieten?

00:20:48: Ist denn dass auch kindgerecht all das gerecht Entwicklungsgerecht und Das glaube Ich erst mal vielleicht bisschen anstrengend für uns Erwachsenen alles nochmal aus dem Kinderblick zu gucken und danach macht es die Arbeit aber so viel leichter.

00:21:03: Ja definitiv.

00:21:04: Und dazu finde ich auch ergänzen nochmal zu schauen, wie biete ich die Speisen überhaupt an?

00:21:10: Gibt es vielleicht auch die unterschiedlichen Komponenten.

00:21:13: Also den Kartoffelbrei, die Erbsen und die Soße in einzelnen Schüsseln, dass die Kinder auf die Möglichkeit haben alles einzeln zu probieren und nicht irgendwie ein Gemüseauflauf zu haben wo sie gar nicht wissen welche Komponenten da drin sind.

00:21:29: oder wir haben das bei uns in der Kita auch immer so gemacht wenn es zur Herbstzeit zum Beispiel Kürbis gab.

00:21:34: Viele Kinder kennen einen Kürbesjahr noch gar nicht, haben das vielleicht noch nie gegessen.

00:21:39: und auch da die Kinder schon zu beteiligen und vielleicht meinen beschlossenen Kürbus mit in den Morgenkreis zu nehmen und jedes Kind darf mal riechen, darf mal anfassen dann wird dieser Kürbs aufgeschnitten er wird von innen angeguckt kann vielleicht mal probiert werden.

00:21:55: also auch das sind ja so Kleinigkeiten.

00:21:57: wie kann ich Kinder schon von Anfang an mit einbeziehen was es überhaupt zu essen gibt.

00:22:03: Und da finde ich auch immer ganz, ganz toll selber Kräuter Gemüse mit den Kindern anzuflanzen oder eben auch mit den Kinder mal gemeinsam ein Brot zu backen also auch da von Anfang an zu beteiligen und das dann später im wirklichen Essen auszuleben.

00:22:19: Ein Kind sagt wow!

00:22:20: Ich habe selber Tomaten mit angepflanzt die hab' ich immer gegossen geerntet.

00:22:25: Das wird ja viel eher mal Tomaten probieren als ein Kind was das immer von Erwachsenen vorgesetzt bekommt und dann eben gar nicht weiß, was es da eigentlich ist.

00:22:34: Ja absolut!

00:22:36: Was ist denn wichtig für Fachkräfte?

00:22:39: Was müssen die so mitbringen um Partizipation leben zu können?

00:22:45: Denn... Das geht ja auch viel, also das habe ich jetzt viel rausgehört.

00:22:49: Es geht ja schon auch viel darum auszuhalten auch, also auszuhalten und auch für etwas Raum zu geben wo ich vielleicht erstmal so denke, weißt du nicht genau.

00:23:04: Was braucht es denn von Fachkräften?

00:23:08: Ich sage da immer die Haltung ist eigentlich für mich das Wichtigste.

00:23:12: also hier geht's gar nicht um theoretisches Fachwissen sondern es geht darum, ich muss erst mal meine eigene Haltung reflektieren und mein Blick auf das Kind nochmal sensibilisieren.

00:23:24: und auch reflektiert nehme ich das Kind als eigenständige Persönlichkeit wahr, nehm' ich das kind ernst bekomme ich im Alltag eigentlich mit was das Kind beschäftigt.

00:23:36: Also dass ist schon mal das allererste und dann eben auch mir die Zeit zu nehmen.

00:23:42: wir wissen alle der pädagogische Alltag ist stressig aber es erfordert auch Zeit zu beobachten weil nur wenn ich mich als Fachkraft auch mal zurücknehmen Kann ich wahrnehmen und beobachten, wie die Kinder mit Konflikten umgehen zum Beispiel oder welche Bedürfnisse sie haben?

00:24:02: Und nur dann kann ich ja auch dementsprechend darauf eingehen.

00:24:06: Ich glaube es ist ganz viel Beobachtung und eben auch den Kindern etwas Zutrauen bei einem Konflikt vielleicht nicht gleich einzugreifen sondern einfach da zu sein und das Kind auch mal zu fragen... Der und der hat dich gerade gehauen.

00:24:24: Was kannst du jetzt machen?

00:24:26: Also erstmal dem Kind Raum geben, eine eigene Lösung zu finden, weil ganz oft bringen die Kinder die schon mit.

00:24:33: Und ich glaube es ist eben dieses Zutrauen in Kinder zu haben und sich eben zurücknehmen können.

00:24:40: Trotzdem müssen wir auch da wichtig sagen das bedeutet nicht dass die Fachkräfte alles aushalten müssen begleiten dürfen sie ja trotzdem und auch mit den Kindern etwas aushandeln.

00:24:52: Aber ich glaube, es ist ganz wichtig den Kindern auf Augenhöhe zu begegnen und eben auch ja zu realisieren dass die Kinder schon ganz viele Lösungen für Probleme und Entscheidungen im Alltag mitbringen.

00:25:05: Und darauf muss sich mich einlassen können.

00:25:08: Das bedeutet ja auch, dass ich ja üben muss so ein Stück Kontrolle abzugeben oder?

00:25:16: Also weil ich sage jetzt mal Macht zu haben und Macht auszuüben bedeutet ja auch Kontrolle.

00:25:26: Also ich habe das zumindest das Gefühl, dass ich etwas im Griff habe.

00:25:33: Das erlebe ich eben oft so wenn Kinder mehr einbezogen werden sollen, dass dann ganz schnell diese Angst kommt... Oh Gott!

00:25:41: Dann dürfen die ja alles und dann, also so hört man raus.

00:25:46: Oh Gott, dann verliere ich komplett die Kontrolle über alles!

00:25:49: Dann gehen sie mir über Tische und Bänke oder was man da auch alles hört?

00:25:53: Also quasi... Ich erlebte oft eine Angst wirklich des Kontrollverlusts Und ich glaube wer das ausprobiert, also Melly kannst du wahrscheinlich noch besser erklären wie es sich anfühlt.

00:26:10: Wer das ausprobiert, wird merken nee.

00:26:15: Also das ist überhaupt kein Kontrollverlust sondern eigentlich fühlt sich das finde ich also fand ich immer viel wirksamer an.

00:26:23: oder man hat letztlich...also man merkt einfach es bricht nicht das Chaos aus oder?

00:26:31: Wie welche Erfahrung hast du da

00:26:33: gemacht?!

00:26:34: Zum Glück die gleiche wie du.

00:26:36: Ich finde es eher sehr hilfreich und sehr konstruktiv und ein viel schöneres Miteinander in einer Kindertageseinrichtung, wenn die Kinder eben wissen, ah ich darf mitbestimmen!

00:26:46: Ich habe eine Stimme, ich kann Dinge aushandeln.

00:26:50: Natürlich ist es so, ich muss einen Stück bei Kontrolle abgeben.

00:26:53: Ich muss mich lösen von dieser Vorstellung, Aber es führt eigentlich zu einem viel harmonischeren Miteinander, gerade weil die Kinder sich so sehr mit ihrer Einrichtung identifizieren.

00:27:09: Sich ernst genommen fühlen und dann gehen sie auch viel eher in die Aushandlung mit dir, in das Gespräch im Prozess.

00:27:16: Und ich habe zum Beispiel die Erfahrung gemacht,

00:27:19: Fachkräfte,

00:27:20: die immer selber laut werden wenn's in der Einrichtungen oder in der Gruppe zu laut wird Die immer gegen angehen und ganz viel mit Nein!

00:27:27: Das darfst du nicht.

00:27:30: Die kämpfen so sehr gegen Windmühlen und es verschlimmet sich eigentlich noch.

00:27:35: Aber wenn ich mal sage, ich strecke jetzt meine Hände aus und sag alle Kinder komm mal her!

00:27:40: Komm mal her.

00:27:41: wir treffen uns mal jetzt im Kreis lasst mir alles stehen und liegen.

00:27:45: was glaubt ihr warum ich euch berufen habe?

00:27:48: Dann werden fast alle Kinder zumindest kommen.

00:27:51: und dann gibt's immer ein Kind das sagt oh das war glaube ich gerade viel zu laut Und er kann nicht sagen ja zwar so laut meine Ohren tun weh Denn sagen bestimmt drei Kinder meine und schon auch weh.

00:28:03: Und dann habe ich die Kinder viel schneller erreicht, als immer.

00:28:07: nein das dürfte nicht, dass dürft ihr nicht!

00:28:10: Und da kann ich mit den Kindern gemeinsam sprechen.

00:28:12: was können wir jetzt tun?

00:28:14: Das ist ein bisschen leiser

00:28:15: wird.

00:28:16: Ich hab direkt alle Kinder mit dem Boot ja und das macht mir die Arbeit ja auch viel leichter als einfach permanent irgendwelche vermeintlichen Verbote auszusprechen.

00:28:29: Weil dann müssen die Kinder ja auch weniger sich beschweren, also und dadurch ist weniger Widerstand auch da.

00:28:36: Und viel mehr Kooperation finde ich.

00:28:40: Und gleichzeitig hast du gesagt es bedeutet das nicht dass jetzt die Kinder alles machen dürfen oder alles entscheiden dürfen.

00:28:50: Das ist ja doch oft die Angst.

00:28:52: Also gibt's auch Grenzen?

00:28:57: Momente, wo wir wirklich in die Führung gehen als Fachkräfte?

00:29:02: Es gibt definitiv Grenzen und richtig finde ich noch mal wenn wir auf den Anfang zurückschauen.

00:29:08: Auf die Begriffsdefinition geht es ja um Teilhabe mitbestimmung Beteiligung.

00:29:14: aber das heißt ja Ich als Fachkraft Aber eben auch die Hauswirtschaftskraft Die Praktikanten der Hausmeister Das alles sind ja Personen der Gemeinschaft.

00:29:24: das heißt Partizipation bedeutet Alle Personen, die täglich in der Kindertageseinrichtung sind, entscheiden Dinge gemeinsam.

00:29:32: Das ist für mich so der Unterschied zwischen Partizipation und auch Laissez-faire!

00:29:37: Es geht nicht darum dass die Kinder alles machen und alles entscheiden und wir sind aus sondern es gibt ganz viel um Kommunikation, Aushandeln, gemeinsame Entscheidung treffen und auf Augenhöhe sein.

00:29:51: Und wenn es dann um die Sicherheit der Kinder geht Also natürlich muss ich im Straßenverkehr sagen, ihr geht zu zweit hintereinander oder ihr müsst an Straßenrand stehen bleiben und das muss sich eben entscheiden aufgrund der Sicherheit.

00:30:05: Vielleicht muss ich auch entscheiden dass ein einjähriges Kind oder einen sechs Monate altes Kind draußen eine Jacke trägt weil es einfach noch viel zu jung ist oder viel auf dem Boden spielt.

00:30:17: so genau die Fürsorge die Sicherheit die geht natürlich vor.

00:30:21: gleichzeitig Denke ich schon ein Thema, immer wieder neu zu schauen.

00:30:27: Was kann das Kind jetzt entscheiden?

00:30:29: Wo kann ich mich immer mehr zurücknehmen und wie ist der Prozess?

00:30:33: Ich sehe Partizipation einfach auch als ein Prozess und ein Aushandeln.

00:30:38: Aber es geht eben schon darum einen Rahmen zu schaffen und diesen Rahmen gemeinsam

00:30:43: auszuhandeln.".

00:30:46: Wie du jetzt das Beispiel mit der Jacke gibst weiß ich.

00:30:50: da höre ich dann häufig so ja aber wir haben ja auch noch die Eltern Und die Eltern sagen aber, mein Kind soll eine Jacke anziehen.

00:30:56: Weil keine Ahnung, mir auch kalt ist oder warum auch immer... Also was gibst du Teams in solchen Situationen mit?

00:31:04: Ja das ist auf jeden Fall ein häufiges Thema, was mich auch in jeder Teamfondbildung sehr häufig begegnet.

00:31:10: Ich finde es ganz wichtig die Eltern auch ernst zu nehmen und die Eltern mit ins Boot zu holen weil meistens wenn Elternteile Diese Anforderung äußern, dass die Kinder eine Jacke oder eine Mütze anziehen sollen, steckt da ja auch einer Angst dahinter.

00:31:25: Ich habe als Mutter oder Vater oder Oma Angst, dass mein Kind krank wird und sich nicht wohlfühlt, damit es ihm nicht gut geht.

00:31:32: Das muss ich schon erstmal ernst nehmen.

00:31:35: Gleichzeitig muss ich mit meiner Leitung, meinem Team und meinen Kolleginnen in den Austausch drüber gehen.

00:31:42: Wofür stehen wir?

00:31:43: Wo finden wir es in Ordnung, dass Kinder selbst entscheiden dürfen und können wir das authentisch leben?

00:31:50: Und dann würde ich immer vorschlagen ein Elternabend zu dem Thema anzubieten oder Aushänge zum Thema machen mit den Eltern ins Gespräch zu gehen.

00:32:00: Weil die meisten Eltern haben ja keinen pädagogischen Hintergrund und wissen gar nicht warum wollen wir das Kinder selbst sich spüren dürfen, selbst entscheiden durften ob ihnen kalt oder warm ist Und wenn wir das den Eltern gut erklären, gut deutlich machen können.

00:32:16: Dann denke ich werden die Eltern auch dahinter stehen weil sie ja auch möchten dass ihr Kind ihren Körper spüren kann selbst entscheiden kann wo die Grenzen sind und ob ihn warm oder kalt ist und es niemand über sie bestimmt.

00:32:29: aber ich glaube auch da bin ich wieder beim Wort authentisch.

00:32:33: Ich muss das selber fühlen und vertreten können ums auch gut und authentisch mit den Eltern besprechen zu können und den Eltern einfach verständlich machen, welche positiven Auswirkungen das auf ihr Kind hat.

00:32:45: Und warum wir das leben wollen?

00:32:52: Ja also das heißt Partizipation bedeutet nicht laissez-faire.

00:32:57: Wir gehen schon in die Führung und geben einen Rahmen an Orten oder im Momenten wo wir auch einfach die Verantwortung haben.

00:33:08: Also ich finde es schon wirklich wichtig zu sagen auch wirklich die Erwachsenen und wir wissen, auch welche Konsequenzen was hat.

00:33:19: Und da finde ich es manchmal auch ziemlich unfair tatsächlich den Kindern zu sagen ja das müsst ihr doch entscheiden.

00:33:26: Also ich find' es gibt auch wirklich diese Momente von also dass darüber sprechen werden der Bedürfnisorientierung eben viel.

00:33:34: Es gibt auch Orientierungslos bin und ich eigentlich mir Führung wünsche.

00:33:46: Und jemand, der mich im wahrsten Sinne des Wortes auch an die Hand nimmt und mir sagt wie ich es machen soll.

00:33:53: Ähm...und dann sage ja das müsst ihr ja entscheiden!

00:33:57: Dann nehme ich auch das Bedürfnis der Orientierung da dann auch nicht ernst ne?

00:34:03: Also das finde ich super wichtig.

00:34:06: Und gleichzeitig wenn ich den Kindern sage ähm Ne, also ihr habt jetzt das Bedürfnis nach Orientierung und deswegen bestimme ich das jetzt.

00:34:17: Und dabei ist es bedürflich nach Selbstbestimmung und Mitbestimmung gerade aktiv.

00:34:23: Ich möchte hier mich über etwas beschweren und ich finde das nicht in Ordnung und ich möchte partizipieren.

00:34:29: Dann ist es eben auch falsch verstanden weil dann habe ich eben nicht bemerkt dass gerade das Thema Partizipation an wichtigster Stelle steht.

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00:35:58: Den Link findest Du auch nochmal in den Shownotes.

00:36:04: Das war's.

00:36:05: Jetzt geht es weiter mit der Folge!

00:36:07: Was würdest du denn sagen, Melli?

00:36:09: Welche Auswirkungen, welche positiven Auswirkung hat Partizipation also was?

00:36:16: wir haben ja vorhin schon so über manches gesprochen.

00:36:20: ich muss jetzt vor allen Dingen daran denken dass wir eine demokratische Gesellschaft ja eigentlich äh mit herausbilden hört sich so komisch an so erziehen Eine demokratische Gesellschaft erziehen.

00:36:36: Nein, also eine demokratische Grundlage legen für ein demokratisches Miteinander.

00:36:42: Was denn noch?

00:36:43: Also was hat das für positive Auswirkungen?

00:36:49: Ich finde oder ich habe im Alltag erlebt dass je mehr Kinder beteiligt werden und mitentscheiden können desto positiver wirkt sich das auf ihr Selbstwertgefühl aus.

00:36:59: Also was du vorhin schon sagtest Kinder lernen ihre eigenen Grenzen wahrzunehmen und auch zu vertreten, was später ja einen großen Schutz eben auch bietet.

00:37:09: Und auch dazustehen und zu sagen ich habe eine Meinung Ich darf die äußern und ich werde die äußer.

00:37:15: Das finde ich ganz wichtig.

00:37:17: Also es fördert die Selbstwirksamkeit.

00:37:19: Kinder merken okay ich kann etwas bewirken Ich kann etwas mitgestalten und dann sehe ich auch das passiert etwas.

00:37:29: Also Selbstwert, Selbstbestimmung, Selbstbewusstsein wird dadurch auf jeden Fall gefördert.

00:37:35: und trotzdem auch ja die freie Meinungsäußerung aber auch die Toleranz gegenüber von anderen Meinungen.

00:37:42: Weil wenn ich Partizipation lebe heißt es ja ein Austausch zu gehen, zu diskutieren Und dann hören die Kinder ja auch mal andere Meinung von den anderen Kindern und das bedeutet auch okay muss auch aushalten können, dass meine Meinung vielleicht nicht die es die alle anderen haben.

00:37:59: Und trotzdem darf ich die äußern und werde ernst genommen.

00:38:03: aber ich muss als Kind eben auch verschiedenartigkeit akzeptieren und tolerieren und auch mal aushalten wenn wir jetzt demokratisch abstimmen wo der Ausflug hingeht und alle Kinder oder die Mehrheit stimmen für den Wald und ich wäre vielleicht lieber auf den Spielplatz gegangen muss sich das in dem Moment vielleicht auch mitgehen weil die Gruppe sich Mehrheit für den Wald entschieden hat.

00:38:26: Also auch das sozusagen, ja da die Frustrationstoleranz und die Demokratie überhaupt verstehen zu können, finde ich wird dadurch gefördert.

00:38:36: Und aber auch einfach eine Kenntnis von was sind Rechte?

00:38:42: Was bedeutet das für mich?

00:38:44: Welche Rechte habe ich und wie werden sie umgesetzt?

00:38:48: also es ist für mich wirklich ein Schlüssel zur Demokratie, das sage ich ja schon Auch ein Schlüssel einfach zu wer bin ich, werde ich gesehen und ernst genommen.

00:38:58: Und kann mich ja so äußern wie ich es gerade fühle und werde auch

00:39:03: gehört.".

00:39:04: Das macht unheimlich viel mit den Kindern!

00:39:09: Das ist tatsächlich, wenn du meinst also wer bin ich und was fühle.

00:39:12: Ich finde das ist häufig auch so der Einstieg dass die Kinder sich überhaupt erst mal damit beschäftigen wie geht es mir?

00:39:21: Was möchte ich nicht?

00:39:21: Wie fühle ich mich um dann ja eben im nächsten Schritt Dann dazu sagen okay Und was bedeutet das jetzt?

00:39:27: das möchte ich machen das möchte Ich nicht machen aber dafür muss ich erstmal so bei mir ankommen.

00:39:32: Ich denke auch das ist was zu ihm schon meint ist diese Selbstwirksamkeit aber auch dieses mich selbst erstmal wahrnehmen

00:39:38: Ja, und das geht ja auch oft uns Erwachsenen später verloren im Alltag wo man viel funktioniert.

00:39:45: Und ich finde da eben auch das mit den Kindern gemeinsam zu leben.

00:39:48: Auch mal eine Gefühlsrunde zu machen!

00:39:50: Das find' ich ganz wichtig mit Kindern um festzustellen A – wie geht's mir heute eigentlich?

00:39:56: Was ist mir

00:39:57: wichtig?!

00:39:58: Aber dafür muss eben ja auch wieder Raum im Alltag sein.

00:40:01: Und das finde ich persönlich viel wichtiger diesen Raum zu schaffen als jetzt ein Kinderparlament, wo gleich über wenn es der wichtige Themen gesprochen wird.

00:40:10: Da fängt's für mich an mit Partizipationen.

00:40:14: Ja, ich finde so ein Kinderparlament kann ja auch die Gefahr von so Alibi-Teil haben.

00:40:21: Wir machen ja Partizhipation und wir haben hier einen Kinderparlament.

00:40:24: Und was du vorhin schon meintest gerade diese ganzen kleinen Momente im Alltag sind eigentlich so viel wichtiger als... Ein Kinderparlament oder eben so feste Gesprächskreise finde ich auch total sinnvoll.

00:40:38: Aber ich finde, der erste Schritt ist ja erstmal der Alltag und da meintest du schon ins Gespräch gehen mit den Kindern die Kinder beobachten auf die nonverbalen Signale achten.

00:40:48: Und das heißt also Ich finde ganz viele Einrichtungen machen schon Partizipation ohne dass sie das selber erkennen weil Sie eben noch keinen Kinderparlament haben oder keine Sprechstunde oder sowas.

00:41:00: Das stimmt.

00:41:01: Und ich finde sogar im Kinderparlament wäre der letzte Schritt, wenn ich mich mit meinem Team, den Eltern und den Kindern schon ganz viel über Kinderrechte und Partizipationen ausgetauscht habe, ganz viel reflektiert hab, für mich erarbeitet hab, wo in meiner Einrichtung können dürfen sollen die Kinder mitentscheiden?

00:41:19: Wo sind unsere Grenzen?

00:41:21: Wenn Kinder wissen was Rechte sind und was Partizhipation bedeutet und wenn das schon gelebt wird – in vielen Bereichen!

00:41:28: Dann kann ich gut eine Kinderkonferenz einführen, aber das ist für mich nie ein Zeichen A. Eine Einrichtung hat eine Kinder-Konferenz super um die Lebenpartizipation und da möchte ich noch einmal auch auf das von Lea eingehen wenn ich jetzt sage okay Partizipation ab morgen mache ich eine Kinder Konferenz und jedes Kind soll und darf mal die Themen der Kita ansprechen dann würde ich ja in einer totale Überforderung gehen.

00:41:53: bei Partizhipation bedeutet ihr auch erstmal dass die Kinder verstehen, was das ist und was Rechte sind und worum es eigentlich geht.

00:42:02: Und den Rahmen muss ich ja erst mal schaffen bevor ich eben meine Kinderkonferenz einführen kann.

00:42:08: Und Partizipation ist auch immer freiwillig.

00:42:11: also wenn ein Kind eben gerade nicht in der Lage ist oder einfach auch nicht dem Morgenkreis anleiten möchte oder den Konflikt alleine lösen möchte und kann dann darf und soll ich ja auch unterstützen um dieses Kind eben nicht zu überfordern Und das finde ich nochmal ganz wichtig.

00:42:26: Ja, total!

00:42:31: Also es habe ich auch schon erlebt dass wirklich Kinderparlamente dann genau wieder das Gegenteil bewirken als Partizipation nämlich jetzt ist Kinderparlament und jetzt müsst ihr da teilnehmen und dann sitzen die Kinder da obwohl sie eigentlich gerade ihren Turm weiter bauen wollten und dann sitzen sie da werden dann ermahnt weil sie nicht ruhig sind.

00:42:54: also Das heißt, das kann dann wieder genau das Gegenteil bewirken.

00:42:59: So ein bisschen wie Morgengreis wo man dann ruhig sitzen muss und eigentlich hat man keinen Bock drauf Und ich erlebe dass tatsächlich auch sogar im Schulalter das wirklich Drittklässlerinnen Auch im Parlament wirklich noch als sehr anstrengend empfinden können und als wirklich überfordern.

00:43:19: also da finde Ich auch Da bin ich wirklich auch dafür eher Partizipation im Alltag zu leben in der direkten Interaktion, indem man die Feinzeichen wahrnimmt von Beschwerden.

00:43:34: Indem man wie du das beschrieb hast, in diesem Aushandlungsprozess in dem Moment in der Eins-zu-Eins-Interaktion geht.

00:43:43: In dem ich Grenzen achte... darauf achte, was das Kind in dem Moment braucht und will und auch fühlt.

00:43:50: Und da bin ich ja in der Verantwortung als Fachkraft, das wahrzunehmen und nicht dass sich darauf warte bis das Kind sagt eben das will ich aber nicht weil das das könnte schaffen.

00:44:02: nicht alle Kinder selbst wenn sie es könnten trauen Sie sich vielleicht nicht oder spüren das auch nicht?

00:44:08: Ich meine die meisten Erwachsenen spülen sich nicht also die meisten erwachsenen fühlen auch nicht wo sie eigentlich das Gefühl im Körper haben.

00:44:19: Das finde ich, dass ist schon eine große Leistung auch und da wirklich zu gucken wie ich Partizipation in den einzelnen kleinen Eins-zu-Eins-Situationen leben kann.

00:44:31: Ich glaube darum geht es... Ich muss gerade auch an eine Einrichtungen denken!

00:44:36: Da war die Qualität nicht wirklich gut in dieser Einrichtung aber es gab halt große Plakate wo Dinge abgestimmt wurden also wo man gesehen hat, wie sie abgestimmt haben welches Spiel gekauft wird oder so.

00:44:50: Also da muss ich auch mal so platt sagen das ist manchen Kindern auch echt wurscht.

00:44:57: also natürlich ich finde es super wichtig dass wir Kinder mit einbeziehen was vielleicht für Spielzeug gekauft und so weiter.

00:45:09: nur das darf nicht überlagern wenn wir sozusagen Beschwerden bemerken über Themen, die wir gar nicht so auf dem Schirm haben.

00:45:19: Die in den eins-zu-ein-Situationen deutlich werden.

00:45:22: Ich glaube das noch mal so.

00:45:23: mein Beläser je.

00:45:26: Melli gibt es von dir auch noch etwas was du sagst, was dir einfach jetzt zum Schluss nochmal total wichtig ist zu sagen?

00:45:36: Ja!

00:45:37: Das wären zwei Dinge, ich würde gerne noch einmal ganz kurz auf das mit dem Morgenkreis und der Kinderkonferenz zu sprechen kommen.

00:45:45: Da finde ich nämlich auch ein ganz gutes Beispiel wie gelebte Partizipation aussehen kann.

00:45:50: wenn der Morgenkreist immer unruhig und immer zu laut ist dann ist Partizcipation eben nicht die Kinder jeden Tag fünfmal zu ermahnen doch bitte still sitzen zu bleiben sondern genau mit den Kindern in Austausch zu gehen.

00:46:03: Wie wünscht ihr euch denn den Morgenkreisen?

00:46:05: Was ist euch wichtig im Morgenkreis?

00:46:07: Müssen wir den vielleicht eine halbe Stunde später machen, weil ihr noch total im Spiel seid?

00:46:12: oder du sagst das mit der Bauecke.

00:46:15: Möchten die Kinder vielleicht deine Morgenkreise mal ihr Gebautes zeigen oder braucht es eher ein Bewegungsspiel im Morgen Kreis statt einen Stillsitzten?

00:46:24: also da fängt für mich nämlich Partizipation an und eben nicht.

00:46:28: wo ist es?

00:46:28: Punkt neun alle setzen sich hin.

00:46:30: ich äußer meine Themen weil es ist hier in morgenkreis für die Gruppe.

00:46:34: Also das finde ich noch mal ein ganz gutes Beispiel.

00:46:38: Und ja, vielleicht da auch abschließend mein Plädoyezu bitte keine Kinderkonferenz einführen und sich als Fachkraft keinen Druck machen, dass das eine Vorzeige-Einrichtung ist die jetzt jeden Mittwoch einen Kinderparlament anbietet sondern wirklich mit meinen Themen austauscht zu gehen um zu sagen Ich nehme den ganzen Druck weg weil auch wie Daniela sagte eigentlich würde ich sogar behaupten, viele Kitas sind auf einem guten Weg und jede Fachkraft bringt schon etwas mit in gelebter Partizipation.

00:47:10: Aber das vielleicht erst mal noch mehr zu beobachten und sich selbst zu reflektieren?

00:47:15: Und dann aber auch den Mut zu haben, zu sagen okay!

00:47:19: In welchem Bereich möchten wir uns jetzt auf dem Weg machen und können die Kinder einfach mehr teilhaben lassen?

00:47:25: Was wünschen sich die Kinder?

00:47:27: also?

00:47:27: nie stehen zu bleiben sondern im ständigen Austausch und Reflexion zu sein.

00:47:33: Und dann langsam aber stetig immer mehr darauf hinarbeiten, dass die Kinder mehr selbstbestimmt entscheiden können.

00:47:41: Das sollte immer unser aller Ziel

00:47:43: sein.".

00:47:44: Jetzt habe ich doch noch eine Frage!

00:47:47: Melli was sagst du Fachkräften?

00:47:49: Die sagen ja... Aber was ist denn mit der

00:47:53: Schule?!

00:47:59: Zumindest eine Frage, die ich ganz oft bekomme.

00:48:02: Ja aber wenn sie jetzt da nicht ruhig sitzen müssen?

00:48:04: Wenn die da jetzt dann eben nicht zuhören müssen?

00:48:07: Wenn die das nicht üben... Das missen Sie doch in der Schule aus!

00:48:11: Was antwortest du denen?

00:48:14: Dann möchte ich erstmal immer sagen dass ja auch eine Schule eine Bildungseinrichtung ist und natürlich auch Rechte sichern muss.

00:48:22: also auch da sollte Partizipation schon ein Begriff sein.

00:48:26: Und natürlich verstehe ich die Sorgen der Fachkräfte, weil es in der Schule noch mal anders zugeht als in unserem Kindertageseinrichtung.

00:48:34: Das ist Fakt!

00:48:35: Trotzdem glaube ich ein Kind was über seine Rechte informiert ist, was selbst wirksam ist, selbstbestimmt – das hat es trotzdem leichter in der Schule.

00:48:45: Weil wichtig finde ich nicht dieses Sitzen können.

00:48:48: Das ergibt sich sowieso mit dem Alter irgendwann ja?

00:48:51: Die älter ich werde, desto länger kann ich normalerweise auch witzen und

00:48:54: zuhören.".

00:48:55: Aber viel wichtiger finde ich doch, wenn wir wieder auf die Anziehsachen gucken oder auf das Aushandeln und das Miteinander.

00:49:03: In Schulen ist ja auch das Mitteinander wichtig!

00:49:06: Wie viele Konflikte gibt es gerade an Schulen?

00:49:09: Und da finde ich es, wenn ich ein Kind partizipativ darauf vorbereite dass jeder Mensch anders ist, jeder Mensch rechte und eine Meinung hat dann fördere ich ja auch wieder ein gutes und harmonisches Miteinander in einer Klassengemeinschaft aber eben auch ein selbstständiges Kind, was vielleicht weiß wo es mein Rucksack ist.

00:49:29: Was sind meine Sachen?

00:49:31: Was gehört zu mir?

00:49:32: Ah ich kann lernen dass sich draußen entscheiden kann ob ich eine Jacke anziehe.

00:49:37: Ich habe in der Kita schon gelernt wie ich meine Schuhe anziehen kann und wo meine Sachen sind.

00:49:42: Und ich glaube das ist auch oder vielleicht sogar ein viel wichtigerer Teil den wir mit gelebter Partizipation eben den Kindern auch schon mitgeben.

00:49:53: Und trotzdem vorsichtig auch gesagt, vielleicht auch mal der Klassenlehrer oder dem Klassenerer zu sagen.

00:49:59: Mich stört etwas und ich möchte darüber sprechen.

00:50:02: Das finde ich eigentlich sehr mutig und denke trotzdem sollte das auch weiter gefördert werden und hin dann zustehen.

00:50:12: Ja also ich glaube oder ich sage immer dass die Bildungseinrichtungen der Kindertagesstätten da einfach schon in der Entwicklung wirklich weiter ist.

00:50:22: die Kinderrechte da viel mehr gelebt werden als in Schulen.

00:50:25: Und eigentlich, es gibt oft so eine Hörigkeit der Kitas gegenüber den Schulen und da muss ich wirklich sagen, da können sich die Schulen auch was von den Kitas abgucken.

00:50:37: Ich muss gerade dran denken wie dann letztens meine Tochter dann sagte Mama stopp das ist mein Kinderrecht!

00:50:45: Das werden wir das erzielen und dann die Kinder für sich auch einstehen können.

00:50:50: Und sagen können, dass darf ich aber!

00:50:52: Ich darf auf Toilette gehen weil in allen Belangen, die mich betreffen muss ich mit einbezogen werden.

00:50:58: Du kannst jetzt nicht verbieten, dass ich nicht auf Toillette gehe zum Beispiel?

00:51:02: Dann ist das nur sinnvoll.

00:51:04: Melli wo finden denn die zuhörenden weitere Informationen Literatur-Tipps Anregungen hast du da?

00:51:14: Zum Glück ist Partizipation ja mittlerweile so ein wichtiges Thema, dass es unzählige Literatur gibt.

00:51:21: Also egal ob zu bestellen oder auch in Universitätsbibliotheken, in Stadtbibbiotheken – es gibt wirklich unzähle Bücher!

00:51:30: Ich empfehle da einmal Partizhipationen.

00:51:34: Krippe und Kita von Michael Redner und Franziska Schubert-Sachbian.

00:51:40: Die bieten ganz, ganz viel Literatur zum Thema Partizipation in Kindertagesstätten an.

00:51:46: Es gibt auch noch einen Band nur auf Kita also ab Elementarbereich.

00:51:50: die sind sehr empfehlenswert und ich möchte auch noch einmal das Buch Brühlpädagogische Konzepte praktisch umgesetzt.

00:51:58: Partizivation in der Kita von Giovanna Debatin empfehlen.

00:52:02: mit denen habe ich sehr gute Erfahrungen gemacht weil da eben auch sehr praxisnahe Beispiele sind bis auch viel um die Haltung und das Bild vom Kind noch mal geht.

00:52:12: Dann gibt es noch die Leon & Yellener Buchreihe, die wurden damals bei einem Fachtag hier in Kiel Demokratie-In-Kinder-Schuhen von Paritätischen gab es denen Und da wurde diese Buchreihe empfohlen weil es da um Leon&Yellena geht Die Partizipation im Alltag erfahren also eben auf viele praktische Beispiele.

00:52:35: Und trotzdem lade ich auch immer dazu ein, Fortbildungen zu dem Thema zu buchen.

00:52:40: Eben auch über die Pelico Academy gibt es quasi kurze online Seminare, längere online Seminarer Tagesfortbildung und ja... Ich glaube da gibt es viele Möglichkeiten sich weiter zu informieren oder weiter zu fortzubilden.

00:52:56: Ja!

00:52:57: Ich kann auf jeden Fall noch das Buch selbst aktiv statt fremd bestimmt von Fea Finger empfehlen Und ich bin mir gar nicht sicher, ob die Pedicor Academy schon eine andere Podcast-Folge dazu hat.

00:53:09: Ich kann auf jeden Fall von der Kita-Podcast auch – ich weiß jetzt leider die Nummer nicht – aber welche Folge das ist?

00:53:15: Da gibt es auf jeden fall auch Folgen zum Thema Partizipationen.

00:53:20: Dann würde ich auch gerne wenn wir schon dabei sind noch was empfehlen und zwar dürfen sie das Karten von der NIFBE, Niedersächsisches Institut für Bildung und Erziehungen wahrscheinlich Genau, weil das ist super um mit dem Team ins Gespräch zu kommen.

00:53:36: Da sind halt einfach nur Bilder.

00:53:37: mit der Frage dürfen die das?

00:53:39: und dass es immer sehr spannend was Jacke ausziehen, Barfuß laufen selber ein also wirklich so alltagsnah.

00:53:46: auch da arbeite ich immer sehr gerne mit Teams.

00:53:50: Richtig schön!

00:53:51: Und ich habe noch vergessen Ergänzen dazu gibt's auch ein tolles Video von Christel van Diepen.

00:53:57: Auch in Zusammenarbeit mit dem paritätischen wurde damals ja ganz viele Online-Seminare auch zu den Themen während der Corona Zeit angeboten.

00:54:06: Und da ist auch ein sehr gutes relativ kurzes Video bei entstanden, das heißt eben auch Partizipation im Kita.

00:54:14: Alltag ist im Internet zu finden es freizugänglich auf YouTube und zeigt auch noch mal ganz schön wie die Haltung der Fachkräfte eigentlich Partizhipation beeinflusst oder eben auch ermöglicht.

00:54:30: jede Menge an Infos fürs Team für euch als Leitungen, als pädagogische Fachkräfte.

00:54:37: Da gibt es jede Menge Informationen auf jeden Fall.

00:54:41: Melli vielen Dank dass du da warst das uns mitgenommen hast in das Thema Partizipation.

00:54:47: und ja aufgeht's für die Demokratie in den Kinder.

00:54:53: schon dann machts gut!

00:54:56: Vielen Dank dass ich da sein durfte.

00:55:00: Wenn du in der heutigen Folge neue Impulse für deinen Arbeitsalltag sammeln konntest, dann lass dir jetzt dein neues Wissen von der PDeCO-Akademie bescheinigen.

00:55:09: Besuche dafür die online Lernwelt der Akademie unter lernwelt.pdco minus akademie.de.

00:55:16: Nach einer kurzen Lernerfolgskontrolle erhältst Du eine Kompetenzbescheinigung für das heutige Thema.

00:55:21: Unser Tipp?

00:55:22: In der Lernwelt kannst Du jederzeit und völlig flexibel noch mehr pädagogische Themen entdecken.

00:55:28: melde dich jetzt an und erhalte Zugriff auf über fünfzig Videokurse- und Lernartikel von erfahrenen Expertinnen.

00:55:36: Wusstest du schon?

00:55:37: Dieser Podcast wird in regelmäßigen Abständen auch live aufgezeichnet!

00:55:41: Du hast die Möglichkeit online dabei zu sein, die Expertinnen persönlich kennenzulernen und dich direkt am Austausch zu beteiligen.

00:55:49: Die Termine und Infos findest du auf der Homepage der PDQ Akademie unter dem Suchbegriff Masterclass.

00:55:56: Alle Links findest du natürlich auch in den Show-Notes.

00:55:59: Mach's gut und bis bald in deiner Lernwelt.

00:56:02: oder zu einer neuen Folge von Weiterwachsen als Kitafachkraft!

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