#45 Krisen zwischen Eltern - was die Paarbeziehung mit dem Kita-Alltag zu tun hat
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In dieser Folge geht es um Krisen und Konflikte in der Paarbeziehung von Eltern und deren Bedeutung für den Kita-Alltag. Carolyn Litzbarski erläutert, woran Fachkräfte mögliche Belastungen im familiären System erkennen können und wie sich diese auf das Verhalten von Kindern auswirken können. Dabei wird deutlich, wie wichtig es ist, Beobachtungen vorsichtig als Hypothesen zu behandeln und Eltern mit offenen Fragen anzusprechen. Außerdem geht es um die professionelle Rolle der Fachkräfte, die Bedeutung kollegialer Beratung und die Abgrenzung zur Paarberatung. Die Folge zeigt, wie Einrichtungen Familien unterstützen können, ohne sich unangemessen in private Konflikte einzumischen.
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00:00:00: Herzlich willkommen!
00:00:01: Heute habe ich einen ganz besonderen Gast und zwar Karolin Litzbarski.
00:00:06: Karolin ist systemische Paarberaterin, Sozialpädagogin und Trainerin.
00:00:12: Nach Jahren in der Jugend- und Suchthilfe hat Karolin ein mutigen beruflichen Neustart gewagt und begleitet heute Fachkräfte und Paare in Veränderungsprozessen.
00:00:21: Eins ihrer Herzensthemen – Partnerschaft als wichtiger Resilienzfaktor an unserem Leben.
00:00:27: Und Karolin schaltet sich heute aus Peru zu uns.
00:00:30: Das heißt also, du bist damit der Gast mit der weitesten Entfernung bis jetzt!
00:00:35: Liebe Karolin herzlich willkommen!
00:00:38: Danke Daniela für die schöne Begrüßung und die netten Worte zu mir.
00:00:42: und herzlich Willkommen auch von meiner Seite an alle, die jetzt zuhören, alle,
00:00:52: Weiter wachsen als Kita-Fachkraft,
00:00:54: der
00:00:54: Podcast für Fachkräfte und Leitungskräfte in der Kita.
00:00:58: Wir nehmen dich mit in die pädagogische Praxis und sprechen mit Expertinnen deutschlandweit über Themen, die deine Kitawelt bewegen!
00:01:06: Wir das sind Lea Wedewart und Daniela Kokk und wir freuen uns dass du mit dabei bist.
00:01:11: dieser Podcast wird präsentiert von der PEDICO Akademie.
00:01:21: Genau es soll ja heute gehen um die Paarbeziehungen der Eltern vor allen Dingen im Kitaalltag Und vielleicht so als erste Frage.
00:01:31: Warum ist denn eigentlich das Thema Paarbeziehung relevant für die Kita?
00:01:36: Also warum macht es Sinn, dass Fachkräfte sich damit beschäftigen?
00:01:41: Ja bei der Kita kann man ja einordnen als sozusagen Lebenswelt ergänzende Maßnahme und alles was in der ursprünglichen Lebenswelt passiert, der Kinder hat natürlich eine Relevanz.
00:01:52: Das heißt, wie es im Familienleben aussieht und wir können Familienleben eben nicht isoliert betrachten.
00:01:59: Wir sollen ihm auch die Paarbeziehung betrachten denn die hat eben Einfluss.
00:02:03: Gleichzeitig ist das so... Jeder, der in der Kita arbeitet weiß wie wichtig die Arbeitsbeziehung zu den Eltern ist.
00:02:10: Und meistens sind es ja gerade dann auch die Eltern, die irgendwie für mehr Herausforderungen und Fallstrickel sorgen als Kinder.
00:02:17: Das ist jedenfalls das Feedback, was ich auch immer kriege von den Teilnehmern in den Kursen und Veranstaltungen.
00:02:23: Also
00:02:23: d.h.,
00:02:24: da hinzuschauen, dass es eben auch nochmal eine Relevanz.
00:02:28: Und vor allem ist es halt so... Auch hier ist so dieser systemische Blick darauf Was zu Hause passiert und was sich da abspielt auf der älteren Ebene, es hat Auswirkungen auf das Kind.
00:02:40: Und das hat dann auch Auswirkung auf den Kita-Alltag.
00:02:43: Das heißt, da bringt das Kind möglicherweise eben etwas mit, möglicherweise bringt er Spannung von Zuhause mit ... Und je nach Alter passiert das dann eben vor allem auch ohne Worte und auf einer ganz anderen Ebene.
00:02:56: D.h.,
00:02:56: da dürfen wir das in diesem pädagogischen Feld immer noch mal mit in den Blick nehmen!
00:03:02: nicht nur die Lebenswelt an sich, sondern eben auch möglicherweise was ist mit den Eltern da gerade auf der Ebene.
00:03:09: Ja okay und also ich gehe jetzt mal davon aus, die meisten Eltern werden ja nicht in die Kita kommen und dann sagen ach hier übrigens bei uns gibt es gerade Probleme oder bei uns kriselt das?
00:03:20: Was sind denn so Punkte oder wo dran kann ich denn als Fachkraft erkennen wenn die Paarbeziehung da aus dem Gleichgewicht geraten?
00:03:32: Ich würde da mal auf zwei Ebenen schauen, also in der Regel.
00:03:36: Erste Blick ist natürlich und das ist ja so die erste Zielgruppe in der Kita – erste Blick auf das Kind.
00:03:41: Gibt es da gerade irgendwelche Veränderungen, die so ganz untypisch sind?
00:03:45: Also irgendwas in Richtung von «da werden wieder alte», «da wird irgendwas was sich entwickelt hat» ist jetzt wieder so rückläufig, ist so regressiv!
00:03:53: Gibt's eine besondere Anspannung bei dem Kind, den man nicht auf irgendetwas sonst zurückführen
00:04:00: kann?!
00:04:01: Also, jetzt ist es vielleicht nicht der Schub oder das ist nicht Situation XY.
00:04:05: Sondern dass es irgendwas so ganz... Ist das so ganz untypisch?
00:04:08: Das wäre so der erste Indikator.
00:04:09: Okay da ist jetzt irgendwas los.
00:04:12: Muss jetzt noch nicht natürlich auf der Elternbeziehung sein.
00:04:15: Es kann ja auch Familie gerade irgendwie was los sein.
00:04:18: Oma krank, Haustier gestorben oder so.
00:04:22: Aber das ist ja so der Erste Blick.
00:04:23: Das ist ja auch das Tolle an dem Bereich Kita, dass da die Experte dann und den Experten diesen Blick da haben.
00:04:30: Und dann eben, wenn sich da Veränderungen geben.
00:04:33: Das andere ist man hat ja durchaus auch Elternkontakte.
00:04:37: Man hat die Abhol- und Bringsituationen, vielleicht hat man Elterngespräche.
00:04:41: Wenn man da merkt – und auch da habe ich jetzt oft von Teilnehmern in den Pedikoveranstaltungen gehört also auch da gibt es eine ganz hohe Sensibilität von den Fachkräften dass da irgendwas nicht passt, also zum Beispiel wenn die Kommunikation nicht stimmt.
00:04:56: Ich hatte eine Teilnehmerin in einem Kurs, die hat gesagt sie hat gemerkt bei Eltern in Trennung Sie haben da angefangen immer doppelt zu kommunizieren.
00:05:04: Also sie haben diese nicht davon ausgegangen das der eine Elternpart dem anderen Part das sagt und es war noch nicht die vollzogene Trennung sondern die wussten da okay da sind die Eltern an besonderen Situationen.
00:05:15: Das haben sie als Konsequenz darauf gemacht Dass sie halt gemerkt haben.
00:05:18: Moment die Informationen fließen ja gar nicht In der Regel.
00:05:21: Sonst kann man ja davon ausgehen, wenn ich älteren Teil A was sage dass die darüber einen Austausch sind und das es dann irgendwie auch ankommt.
00:05:28: also das ist so ein Indikator Genau
00:05:33: Ja.
00:05:34: Und gibt es denn da also gerade was jetzt das Verhalten der Kinder angeht vielleicht weil das hattest du hier als den ersten Indikatur genannt?
00:05:41: Gibt es da vielleicht zu typische Situation oder Signale auf die man als Fachkraft dann achten kann.
00:05:50: Also grundsätzlich würde ich eben erst mal schauen, also wie ist das Kind sonst?
00:05:53: und dann eben eher so Verhalten, Verhaltensänderung.
00:05:56: Das ist so das Erste.
00:05:58: Ansonsten könnten wir ein paar Hypothesen entwickeln, die zum Beispiel wenn es in der Elternbeziehung gerade nicht passt, dann heißt es automatisch... Und das kann man tatsächlich nicht verstecken.
00:06:09: Also als Elternteil ist man nicht in der Lage, diese Atmosphäre und diese Konfliktstimmung so zu verstecken, dass das Kind nicht annimmt.
00:06:17: Das heißt, sie ist die Hypothese, auf jeden Fall kriegt das Kind zu Hause etwas mit.
00:06:22: Was eben eine konflikthaftige Stimmung ist?
00:06:25: Ob es jetzt ein Verteckto-Konflikt oder ein offener Konflekt.
00:06:28: In der Regel haben viele Eltern auch erst mal ganz lange verdeckte Konflikte bis sich das dann mal bricht ... Das wäre jetzt die nächste Hypothese.
00:06:37: Das führt dann dazu, dass das Kind sich daheim vielleicht nicht mehr hundertprozent sicher fühlt und nicht mehr hundredprozent geborgen fühlt was dann bedeutet wenn es gut schon integriert ist in einer Einrichtung der Kita das ist da dann von mehr Nähe sucht weil der sichere Hafen daheime das ist ja gerade nicht so.
00:06:54: Es ist gerade etwas was nicht als sicher als sicher empfunden ist.
00:06:57: Das wäre so eine oder ersten Hypothesen mit denen ich arbeiten würde im Hinblick darauf Was eben paar Konflikte auch mit der Atmosphäre und mit der Familienstimmung machen.
00:07:11: Und wenn man ältere Kinder hat, dann kommen da vielleicht durchaus die Nennungen.
00:07:17: Das hatte ich auch mal bei einem Teilnehmer, der gesagt hat also die Kinder sagen mir einfach alles, die sagen mir das einfach unverblümt und die sagen halt auch Papa schläft manchmal nicht mehr bei uns zu Hause.
00:07:27: Also auch da ist dann so der Vorteil an den Eltern und Kindern, dass man da ein paar ungefilterte Bruchstücke kriegt.
00:07:34: Die natürlich auch erstmal ganz interessant sind für eigene Hypothesen die man noch mal treffen kann.
00:07:39: Für was jetzt nicht?
00:07:41: Das ist vielleicht auch noch ganz wichtig.
00:07:43: es geht nicht darum können wir später noch sprechen das wir uns in diese Elternbeziehung einmischen sondern aber das ist eine Information okay in diesem Umfeld.
00:07:52: Da schicken wir jetzt das Kind nach Kita-Feierabend, sozusagen hin.
00:07:55: Das ist der Hafen und das hat sich gerade verändert.
00:07:59: Und da ist es so ... Der Papa schläft jetzt zum Beispiel nicht mehr daheim oder es gibt schlechte Stimmung zu Hause.
00:08:05: Und das ist dann wieder relevant für den Alltag.
00:08:07: Weil damit können wir die ein oder andere neue Verhaltensweisen oder eine Regression oder was auch immer, können wir noch mal neu einordnen?
00:08:19: Ja!
00:08:20: unser Verhalten dementsprechend anpassen.
00:08:21: Also wenn ich weiß oder merke, da ist ein Kind was im Moment gerade besonders viel Sicherheit braucht, dass sich dann eben im besten Fall das dann auch bieten kann diese Sicherheit?
00:08:31: Ja genau zum Beispiel.
00:08:34: oder auch, dass man sich selbst nicht so hinterfragt.
00:08:36: Ich hatte kürzlich eine Seminar für Fahrkräfte der Großdagespflege und da hat er mir ja eine Teilnehmerin erzählt sie hatte einen kind in der Eingewöhnung ist nicht in den Prozess reingekommen, das Kind hat geweint, geweint.
00:08:54: Also kleines Kind und der Großzeichen des Pflege.
00:08:56: Und sie hat sich schon völlig hinterfragt weil alle anderen Eingewöhnungsprozesse natürlich ist es sowas dynamisch also natürlich hat nicht jedes Kind sechs Wochen oder acht Wochen, oder jedes Kind.
00:09:07: Da macht man in Woche drei x, y und z. Also natürlich gibt es diese Unterschiede, wer jedes Kind besonders ist.
00:09:13: aber sie hat sich das so hinterfragt nach Debastis da jetzt falsch Und hatte schon das Gefühl im Moment, also das kann doch nicht nur an mir liegen, da muss doch irgendwas im gesamten System schief laufen.
00:09:24: Und dann kam tatsächlich raus.
00:09:26: Erst haben es dann leider die Eltern oder der Elternteil, der immer für das Bringen und Abholen zuständig war, hat's erst mal verneint und im Verlauf kam dann aber raus.
00:09:35: Da war massiv einfach in der Familie im Paar-System ein massives Problem... ...und das Kind hier war noch nicht mal, war ja noch nonverbal und alles!
00:09:46: Und trotzdem hatte es dann eben möglicherweise runddessen in diesem Prozess da nicht so, hat es dann nicht so funktioniert.
00:09:55: Und da finde ich's dann wieder so gut.
00:09:56: also nicht nur für unsere professionelle Arbeit dass wir verhaltensweisen gut einordnen können sondern auch das wir uns jetzt nicht irgendwie hinterfragen.
00:10:04: im Moment mache ich jetzt irgendwie was falsch wenn bin ich da jetzt vielleicht zu viel nahe zulassen oder wenn das Kind jetzt doch wieder etwas ganz anderes macht?
00:10:12: Ja, ja ist noch mal ein guter Hinweis.
00:10:15: und also was ich auch tatsächlich schon hatte gerade bei so einem Konflikt der eben nicht deutlich ist, aber die Kinder spüren ja wenn zu Hause irgendwie mit Mama und Papa irgendwas nicht ganz stimmt.
00:10:28: Dass die Kinder das dann auch im Zweifelsfall auf sich selber beziehen.
00:10:31: also die Kinder sind ja noch sehr ich bezogen.
00:10:35: Also könnte das auch irgendwie dass ich merke da ist ein Kind irgendwie unzufrieden unsicher mit sich selbst.
00:10:41: du hattest schon gesagt dass es durchaus Rückschritte auch geben kann.
00:10:47: War das nur meine persönliche Beobachtung oder ist es auch was, was passieren kann?
00:10:51: Ja.
00:10:51: Also alles, was in diesem Bereich gereizt hat oder Anspannungen ausdrücken kann ... Auch das wäre etwas, was wir durchaus unsere Arbeitshypothese mit aufnehmen können.
00:11:01: Oder aber das Kind schlägt vielleicht andere.
00:11:05: Auch da, welches vielleicht Anspanungen von zu Hause mitkriegt und das dann irgendwie noch mal ausleben könnte.
00:11:10: Also ja, durchaus.
00:11:12: Okay.
00:11:13: Und gibt es einen Unterschied?
00:11:16: In dem, wie sich das äußert.
00:11:17: Ob es eine akute Krise ist oder ob das vielleicht eher so ein langsamen schweelender Konflikt ist?
00:11:23: Oder ist das vielleicht auch kindabhängig?
00:11:28: Das auf jeden Fall ja!
00:11:32: Was mir dazu einfällt ist, was ich sehr viel türkischer finde sind diese unterschwelligen Konflikte.
00:11:39: Diese unterschwelle Atmosphäre weil das etwas ist also auf paar Beziehungen, auf paar Ebenen.
00:11:46: Das vergiftet die Paaratmosphere und das heißt es vergiftete damit eben auch die Familienatmosfere und alles was so lang anhaltend ist Und so aber persistieren das immer wieder.
00:11:58: Ich komme nach Hause und es ist schlechte Stimmung, ich wache auf und das ist schlechte Stimmung.
00:12:03: Das ist vielleicht auch persönlich etwas was ich ganz schrecklich finde also vor allem seit ich selbst Mutter bin und mir denke dass man da eben auf der Paarebene mit auslöst für das Kind.
00:12:15: Also für mich wo ich denke und viele vermutungen habe... Aber sicherlich auch persönlich irgendwie subjektiv geprägt, dass das viel schlimmer ist als okay.
00:12:24: es kracht jetzt einmal und das Paar hat dann aber die Möglichkeit sich dann vielleicht wieder einzufangen oder sie können eine so in den Notfallmotors gehen.
00:12:33: Geh jetzt echt erst mal getrennt ok du gehst
00:12:35: etc.,
00:12:36: Das ist natürlich massiver, das hat natürlich ne größere Wucht, das ist dann offenkundig für das Kind.
00:12:41: Okay Mama und Papa waren laut und da haben die Türen geschlagen und jetzt ist der Papa weg.
00:12:48: massiver und gleichzeitig irgendwie auch sichtbar und gleichzeitig dann auch mal besprechbarer, wenn das Kind das so was zum Beispiel schon äußern kann.
00:12:58: Wohingegen dieses Subtile dieser verdeckte Konflikt?
00:13:02: Und wie du dann sagst also als kind ist es eine Idee aus der Familientherapie.
00:13:09: Das Kind sucht immer Schuld bei sich, die haben ja keine andere Erklärung.
00:13:12: Die verstehen noch nicht, das ist Paarbeziehungen und das sind dann Ehekonflikte so ... Es gibt immer diese Seite in den Kindern, die die Schuld bei sie sucht.
00:13:19: Und dann versuchen vielleicht auch eine Heilung zu gehen oder je nach Alter.
00:13:26: wollen Sie vielleicht vermitteln oder wollen nochmal extra auf ihre Art und Weise, auf Ihre kindliche Art undweise für gute Stimmung sorgen?
00:13:37: Ja!
00:13:38: Jetzt hattest du ja schon gesagt, dass es als Fachkraft nicht unsere Aufgabe ist irgendwie die Beziehungsprobleme der Eltern zu lösen.
00:13:48: Und gleichzeitig kann es eben für uns wichtig ... Für den Umgang mit dem Kind zu wissen zumindest grob was passiert da gerade?
00:14:00: Also eben auch anzusprechen warum geht's dem Kind grade so und ist das und das aufgefallen?
00:14:05: Was sagen Sie als Eltern dazu?
00:14:08: Gibt's da eine Möglichkeit oder hast du ... Ich geh mal davon aus.
00:14:12: Hast du eine Idee, wie ich das achtsam und professionell anspreche?
00:14:17: Also, ich würde ja wahrscheinlich über das Verhalten vom Kind gehen und nicht sagen hey Mensch Frau Müller erzählen Sie doch mal was ist denn los bei Ihnen und Ihrem Mann?
00:14:27: Ja, das ist natürlich so in der Gesprächsruhe im Prinzip Nummer eins wir stellen keine Diagnosen.
00:14:32: also wenn wir die Vermutung haben okay möglich weiß es zu Hause war Und möglicherweise haben wir vielleicht auch eine Äußerung vom Kehlen oder wir merken auch an den Elternkontakten, da ist irgendwas.
00:14:41: Also dann ist das erstmal so ne Arbeitshypothese im systemischen Ansatz.
00:14:45: es ist immer ganz cool Es gibt kein richtig und kein falsch sondern wir überlegen Wir nehmen uns das jetzt erst mal mit und wir nutzen das zu Inspirationen und dann gehen wir mit einer Haltung von Neugier erstmal hin.
00:14:57: okay also jetzt explorieren wir mal.
00:15:00: Das finde ich so im systemischem Ansatz ganz cool.
00:15:03: Das heißt erst mal eine Diagnose und auf jeden Fall, da ist doch ein E-Konflikt.
00:15:07: Das kann nicht sein, sondern also möglicherweise ist da irgendwas in der Lebenswelt des Kindes?
00:15:13: Ja, dann ist natürlich immer ideal zu sagen, wir beobachten das!
00:15:20: Und wir merken hier zum Beispiel ne Veränderung Beobachtungen, Schildern.
00:15:25: Wie erleben Sie das denn?
00:15:27: Dann darüber ins Gespräch zu gehen und sanft eben zu übermitteln ist ja gerade etwas erlebt, dass Kind in der Lebenswelt ja gerade was irgendwie dazu führt.
00:15:41: Dass es sich auf XY Art und Weise in der Kita verhält oder auf jeden Fall diese Veränderungen zeigt.
00:15:48: also damit mit offenen Fragen das ist natürlich immer so.
00:15:50: das erste Ja vorsichtig.
00:15:53: Das ist auch so meine Erfahrung allgemein im Feld der Paarbeziehung.
00:15:58: Es ist eine sehr hohe Hemmschwelle allgemein über das Thema Beziehung zu sprechen, über Ehekonflikte zu sprechen.
00:16:06: Das macht man ja in der Regel nicht mal mit Freunden oder... Also selten, manche reden darüber nicht mehr mit Freundinnen und Freunden.
00:16:13: Man hat trotzdem seine Pärchenarben, die haben einen Reden nicht davon, dass man vielleicht kurz vor der Scheitung ist.
00:16:20: Da dürfen wir auch noch sehr viel uns entwickeln.
00:16:22: als Gesellschaft finde ich, dass wir darüber auch mal offener sprechen können und dann auch viel eher Lösungen finden.
00:16:29: Und dann eben auch noch mal zu sagen, im Moment als Kita-Fachkraft.
00:16:32: Das ist tatsächlich etwas... Da bin ich ganz vorsichtig das anzusprechen weil da könnte natürlich eine massive Abwehrreaktion erst einmal kommen.
00:16:42: Weil klar jetzt aus Elternperspektive denkt sich so der Laie die Laienkehr Die Elternbeziehung hat doch nichts mit dem Kita Alltag zu tun.
00:16:53: aber wir als Fachkräfte wissen vor allem auch so mit dem systemischen Blick weil es halt Auswirkungen hat auf das Kind.
00:17:00: Weil sich das auch widerspiegeln kann im Kita-Alltag?
00:17:05: Ja, ich kann mir vorstellen, dass es da wahrscheinlich
00:17:07: so
00:17:08: zwei Pole gibt.
00:17:09: Ich könnte mir auch vorstellen der Großteil der Eltern ist tatsächlich ... Das ist erst mal privat, das geht erst mal niemandem was an und schon gar nicht irgendwie ... Das möchte ich nicht, dass das in einer Kita nachher noch breitgetreten wird.
00:17:20: Es ist ja immer mit Charme verbunden wenn es dann doch nicht so klappt wie gehofft Und andererseits gibt es ja aber auch Konflikte, die mit in die Kita getragen werden.
00:17:33: Also entweder weil ein Elternteil über den anderen dann irgendwie negative Sachen berichtet oder weil man mitkriegt das dann da vielleicht doch... also ne ich spreche einfach an Das Kind hat momentan verhält sich momentan ungewöhnlich und dann bricht er plötzlich jemanden in Tränen aus.
00:17:52: Wie verhalte ich mich denn, also klar professionell natürlich.
00:17:56: Aber hast du da vielleicht auch noch mal ein Tipp?
00:17:57: Gerade wenn es so in diesem Bereich geht die Eltern versuchen sich gegenseitig schlecht zu machen oder ich bekomme vielleicht auch mit das Kind wird damit ausgespült werden.
00:18:08: Hattest du da Tipps wie man dann damit umgehen kann?
00:18:14: Das
00:18:15: haben wir tatsächlich auch einmal in einem Pedeco-Sebinar besprochen und da sind wir auch so ein bisschen abgewandert Da ging es oben den Umgang mit herausfordernden Eltern-Situationen.
00:18:26: Und gerade zum Fall, das war dann eben auch so ein Fall Trennungssituation und die grundsätzliche Idee ist... Das würde man jetzt in einer Paarberatung machen und in der Rolle der Kitafachkraft ja umso mehr.
00:18:38: Also worum geht's?
00:18:39: Es geht hier ums Kind!
00:18:40: Es gibt so das Prinzip der positiven Scheidung.
00:18:42: Und da ist zum Beispiel eben diese grundsätzliche Haltung, okay Moment also hier es geht jetzt um das Wohl des Kindes und aus diesem Grund einigen wir uns auf diesen und jene Verhaltensweisen.
00:18:52: Das als Kita-Fachkraft eben auch.
00:18:54: Also im Moment das geht jetzt hier um das wohl das Kindes.
00:18:56: wenn ich jetzt, das kann man dann eben auch wäre jetzt meine Idee sowas in einem ruhigen Rahmen dann auch zu spiegeln.
00:19:03: Wenn ich das so erlebe und wenn ich das höre Ich erlebe das so, dass es sich wie ein Ausspielen anfühlt.
00:19:11: Und hier möchte ich noch mal betonen ... Also es geht um das Kind und ich als Fachkraft bin ja erst einmal auch für das Kind zuständig.
00:19:20: Und ich sehe jetzt, dass ist nicht förderlich!
00:19:25: Okay also schon dann auch klar benennen.
00:19:29: So fühlt sich das für mich an und ich fände gut oder wichtig, dass wir auf einer professionellen Ebene da bleiben.
00:19:36: Ja, genau.
00:19:37: Also immer nach diesem Prinzip.
00:19:38: ich beobachte das also so möglich spezifisch auch hier einfach von den Kommunikations auf die Kommunikation natürlich achten.
00:19:46: also so erlebe ich dass wenn ich jetzt bei der Situation das höre und dann von ihnen so dann kommt bei mir so an etc.
00:19:53: etc.
00:19:55: Und dann halt mit diesen.
00:19:56: also dieser Schulterschluss zum Kind Da finde ich da darf man dann auch mal da darf Man dann auch Mal wir haben uns insgesamt gut in der Gesprächsführung verpackt dann auch direkter sein, weil es geht da um das Kind.
00:20:09: Und wenn die Fachkraft sich da jetzt in so einer Situation sozusagen nicht einmarsch, wenn's ums Kind geht ... Dann wäre ja fast schon was versäumt.
00:20:18: Deshalb wurde ich das dann auch im Auftragsbezirken.
00:20:20: Nicht die Paar-Beziehung!
00:20:21: Nicht raufen Sie sich mal zusammen und arbeiten Sie an Ihrer Beziehung oder gehen Sie mal zur Paartherapie?
00:20:28: Das sind die Grenzen.
00:20:29: soweit nicht am Moment, wenn ich das so sehe... und das auf Ihr Kind gesehen.
00:20:35: Das ist nicht förderlich.
00:20:36: Und das sage ich jetzt als Expertin oder als die Fachkraft hier in der Einrichtung?
00:20:40: Ja, wie ist es wenn die Eltern quasi... Also ich würde jetzt mal davon ausgehen, wenn die älteren vielleicht ein sehr gutes Verhältnis zur Fachkraft haben also im besten Fall fühlen sie sich ja auch sicher mit der Person und zum Beispiel erzählen dass es ihnen gerade schlecht geht nachfragen was sie tun können.
00:21:02: würdest du eine Fachkraft Empfehlen?
00:21:05: ist das falsche Wort, aber so wie wäre es wenn eine Fachkraft zum Beispiel sich mit der Leitung vielleicht abspricht und sagt also wenn die Frage kommt darf ich dann empfehlen wo man sich Hilfe suchen sollte oder ist das zu eng?
00:21:19: Also würdest du da sagen ne da sollten die Fachkräfte und generell die Einrichtung sich ganz raushalten.
00:21:26: Ich finde es sogar super, wenn jede Einrichtung das Thema mit auf dem Schirm hat.
00:21:31: Also zum Beispiel bei uns in München wir haben so ein Verein der unterstützt Frauen-Entrennungsprozessen oder oder wenn eine Einrichtung da so einen kleinen Pool hat, okay an wen kann man sich jetzt melden?
00:21:48: Und das muss auch nicht die private Paarberatung, Paartherapie sein.
00:21:53: Das kann auch sein gibt es in der Stelle vielleicht eine allgemeine Familienberatungen.
00:21:56: Viele wissen nicht dass in der Erziehungs- und Familienberationen, dass man da auch die partnerschaftlichen Themen ansprechen kann weil die Partnerschaft Partnerschaft ist die Keimzelle der Familie.
00:22:06: Also natürlich darf das dann eben auch da Thema sein und ich finde es begrüßenswert, wenn Einrichtungen sich da tatsächlich informieren vielleicht auch, wenn irgendeine Möglichkeit ist Mini-Netzwerke bilden mit den geeigneten Stellen um dann, wenn halt so ein Auftrag kommt und sowas wie einen Auftrag ist wo ich weiß jetzt aber auch nicht was ich machen soll in der Situation um dann sich dann trotzdem gut aufgestellt seien.
00:22:31: also wel Das ist ja eine riesen Ressource auch, dass eine Familie Nikita hat und das sich dann wenn sich jemand dazu äußern kann oder wenn noch zu viel Vertrauen da ist.
00:22:42: Da ist ja gerade so was los bei uns Und dann ein hilfige Such da dann adäquat zu reagieren.
00:22:48: ich finde das finde das ganz toll.
00:22:51: Ja, das heißt aber dann im Grunde.
00:22:56: also ich finde du hast nochmal zwei Sachen gesagt die sehr wichtig waren.
00:22:59: zum einen eben dieser Auftrag.
00:23:00: also ich brauche ein Auftrag, das muss nicht sein geben sie mir Hilfe sondern auch ich weiß nicht weiter kann Auftrag sein.
00:23:07: Und auch nochmal Erziehungs- und Familienberatung.
00:23:10: also das tatsächlich war mir auch gar nicht so bewusst.
00:23:12: aber macht natürlich total Sinn dass sich wenn wir sowieso mit so einer Stelle zusammenarbeiten dass ich da natürlich dann auch in Beziehungsangelegenheiten hin verweisen kann.
00:23:23: Gut jetzt haben wir geguckt was macht es mit den Kindern?
00:23:27: oder was kann es mit dem Kind machen?
00:23:30: Wie können wir gut mit den Eltern da ins Gespräch kommen?
00:23:36: Vielleicht können wir uns ja auch noch mal bisschen die Fachkräfte und die Teams direkt angucken.
00:23:41: Was meinst du denn, was ist für die Fachkraft und die teams wichtig, dass sie in solchen Situationen empathisch dann auch mit den Eltern umgehen können?
00:23:51: Also grundsätzlich ist es ja super hilfreich wenn man innerhalb von Teams auch gut im Austausch ist.
00:23:57: Nehmen wir mal an, man ist jetzt das Fachkraft für einen Kind zuständig.
00:23:59: Man hat dann auch dementsprechend den Kontakt mit den Eltern und man hat dann so diese Vermutungen und diese Beobachtungen und dann trägt man das erstmal so mit sich rum und bleibt es erst einmal bei einem, somit alle Fragezeichen die man hat.
00:24:12: wenn man es jetzt aber hier schafft gut in den kollegialen Austausch zu gehen Du, ich beobachte das so.
00:24:18: Wie siehst du das denn?
00:24:19: Und dann bei den Eltern... Ich erlebte es dann so wenn die den abholen und da war dies und dass Das ist nochmal eine ganz andere Qualität Wenn man so noch mal eine andere Perspektive reinholt oder auch mal... Das ist auch entlastend erstmal darüber zu kommunizieren.
00:24:33: Das heißt, wenn grundsätzlich eine gute Kommunikation im Team auch möglich ist, wenn das Rahmen gibt für Austausch, wenn ich als Kollegin weiß, ich kann jederzeit auch mal die anderen Kollegen ansprechen, Und das kenne ich auch noch aus der Praxis in der Jugendhilfe, wenn man bis oben hinvoll ist.
00:24:50: Dann ist es manchmal sehr schwierig irgendwie dann auch so immer hundertprozentig offen zu sein für den kollegialen Austausch.
00:24:59: Das ist natürlich eine Kette auch wahrscheinlich nochmal zugespitzt, also in der sozialen Arbeit und die es wahrscheinlich auch nochmal andere Foren- und Austauschsmöglichkeiten gibt.
00:25:07: Aber das würde ich mir so grundsätzlich wünschen dass es im Team ein Klima gibt von Moment, ich kann nicht mal mit dir darüber reden.
00:25:13: Darf ich mal meine Hypothesen dazu äußern oder meine Beobachtungen schildern?
00:25:17: Wie klingt das für
00:25:18: dich?".
00:25:19: Oder aber sozusagen Auftrag könntest du mal in den nächsten Wochen auch mit darauf achten wie erlebst Du denn da die Elternkontakt oder wie erlebst Du das Kind dass ich noch nochmal so ein zusätzliches Augenpaar habe.
00:25:31: Besten Fall hat man vielleicht auch so Fallbesprechungen oder so.
00:25:35: Ich weiß es ist auch immer im Alltag relativ schwierig.
00:25:39: Aber so was würde ich mir wünschen, wenn man keine festen Strukturen für Teambesprechungen oder Fallbesprechung hat dann dieser kurze Kontakt mit Kollegen und Kollegen in dem man im Alltag haben kann.
00:25:49: Und es muss auch keine Stunde sein!
00:25:50: Es können mal ein paar Minuten sein und vielleicht immer wieder in den Austausch.
00:25:54: Das ist schonmal sehr hilfreich weil das fördert die Qualität unserer Arbeit Das fördert, dass wir merken, wir sind hier nicht allein.
00:26:04: Wir kriegen zusätzliche Perspektiven rein und es hilft uns auch in der Rollenklärung.
00:26:08: Es kann ja durchaus sein ich bin so eng mit dem Kind und vielleicht auch so eng einem Elternteil weil irgendwie haben wir voll den guten Draht und dann gerate ich vielleicht an irgendwas Und auch da mich vielleicht immer wieder zu besprechen du da ist jetzt das und irgendwie wie siehst Du das?
00:26:25: Damit verhindern wir halt auch Rollenkonflikte.
00:26:29: durchaus eben sein, das Prinzip des Dramaträges.
00:26:32: Es kann jetzt sein dass wir in so einem bestehenden Konflikt vielleicht irgendwie auch reingezogen werden.
00:26:38: Es gibt beim Dramatrag Täter, Opfer und Retter.
00:26:42: Und das kann dann sein in irgendeiner Dynamik.
00:26:44: Denken wir vielleicht auch die arme Mutter.
00:26:46: Der Vater ist sehr so doof!
00:26:49: Dann gehen wir zur Vater der Täter und das Opfer der Mutter, mit der wir uns ganz gut verstehen.
00:26:54: Und dann gehe ich ins Retterrolle rein.
00:26:57: Warten unter hauchbezüglichen Situationen.
00:27:00: Das ist etwas, was ganz kritisch ist.
00:27:04: Eine sehr kritische Dynamik, die da folgen kann... Potenziell verschlimmert, plus ist es halt nicht professionell.
00:27:12: Und auch da kann der Kollegiale auszuschelfen.
00:27:15: Da würde ich mir wünschen, dass jedes Team so eine grundsätzliche Kommunikationskultur hat.
00:27:19: Ah, Moment!
00:27:20: Also das machen wir und das nicht.
00:27:24: Vielleicht ist es ja auch ne Möglichkeit, dass das Thema Elternbeziehung ein Fach-Bildungsthema wird.
00:27:31: in den Kita-Kreisen.
00:27:34: definieren wir mal... Was was machen wir?
00:27:37: Was ist eigentlich unsere Rolle?
00:27:39: definieren wir mal gemeinsam.
00:27:41: Ist es uns zu viel wenn wir sagen, Wir haben auch Stellen zur Beratung die wir empfehlen oder nicht und da so ein gemeinsames Konzens schaffen.
00:27:54: Ja ja ich glaube gerade diese diese Rolle und diese professionelle Distanz weil wahrscheinlich der Großteil wird jetzt selber auch schon Mal in Beziehungen gewesen sein oder ist in Beziehung, wo vielleicht auch nicht alles rund lief und dann erinnert mich das vielleicht an eine Situation die ich mal hatte.
00:28:12: Also, dass sich da plötzlich total befangen oder schon so ne Vorannahme habe, die eigentlich gar nicht stimmt, die nur aus meiner Erfahrung kommt und da könnte ich mir vorstellen wenn wir als Team noch mal professionelle Distanz und eben die Rolle was du schon sagst thematisieren, dass das nochmal sehr hilfreich sein kann.
00:28:29: ja Wie ist es mit Supervision?
00:28:33: Macht das denn?
00:28:33: oder vielleicht auch eine Fallbesprechung, eine kollegiale Fallbeschreckung an der kollegialen Supervision.
00:28:41: Ich glaube so im Kita-Alltag ist wahrscheinlich Supervision etwas.
00:28:45: Das ist natürlich schon sehr schwierig und sehr hochschwellig.
00:28:48: Auch wenn ich grundsätzlich... Also jeder pädagogischen Fachkraft, jeder, der in psychosozialem Feld tätig ist würde mir das wünschen dass es ein fester Teil ist in den Leistungsvereinbarungen.
00:29:04: Und gleichzeitig weiß ich, die Realität ist dem nicht so.
00:29:07: Dafür ist es aber so schön, dass wir halt kollegial im Rahmen von kollegalen Beratungen und sozusagen intervisionsmäßig... Dass wir auch schon sehr viel machen können.
00:29:18: Also für jede Einrichtung, die sagt, die Supervision ist an sich nicht möglich weil keine Ressourcen.
00:29:24: wir können dann nicht extra wohin oder wir wollen uns nicht jemanden reinholen.
00:29:28: Dann wenn sich da zum Beispiel vielleicht eine Leitungskraft oder vielleicht ja auch eine Beauftragte in der Eindrechte und man sich eine beauftragt mal so ein bisschen einließt und einarbeitet oder vielleicht extra Schulen lässt im Instrument der kollegialen Fallberatung, da es auch schon ganz viel gemacht Und das empfehle ich tatsächlich auch, man kann nämlich Fallbesprechungen einfach so machen wie man so Freestyle oder man macht eine Fallbesprächung mit nach einem festen Leitfaden in dem es da noch mal eine ganz andere Dynamik ist.
00:29:58: Also zum Beispiel gibt's eine Systematik in der berichtet die eine Person dann erst einmal zum Fall dann gibt's Nachfragen, aber halt noch keine Lösungsvorschläge.
00:30:09: Also es ist ein ganz fester strukturierter Rahmen und erst nach so'n paar Prozessen gibts dann eine Form von Hypothesen oder Ideen etc.
00:30:19: Das ist ein Supersystem, fördert meiner Meinung nach sehr viel die Austauschdisziplin und das verhindert dass wir direkt schon mit diesen ersten Lösungsideen kommen bevor wir nicht erstmal ... hypothetisiert haben, andere Perspektive mit berücksichtigt haben.
00:30:37: Also das würde ich, falls ihr Leitungen oder ja es sind ja Leitung auch hier... Wenn ihr euch da mal ein bisschen einlässt oder einen schaut was gibt's da vielleicht für Angebote?
00:30:47: Das ist schon sehr viel geholfen.
00:30:49: und dann habt ihr nämlich eine sozusagen in-house Supervision, eine Selfmade In House Supervision die auch sehr viel wert ist!
00:30:58: Ja durchaus.
00:30:58: also ich bin auch ein großer Fan von kollegialer Beratung.
00:31:04: Gut, das heißt als Team... Ich höre raus.
00:31:08: Austausch ist ganz wichtig.
00:31:10: Rollen, Klärung was ist unsere Rolle?
00:31:13: Immer wieder ja auch die Selbstreflexion.
00:31:16: Was macht das vielleicht mit mir wenn ich merke ich schaffe da eben diese professionelle Distanz nicht.
00:31:22: Gibt es noch etwas?
00:31:23: also du hattest jetzt eben die Leitung angesprochen.
00:31:25: gibt's noch irgendwas wo ich dann vielleicht auch als Leitung Mein Team noch mal darauf hinweisen soll?
00:31:32: oder haben wir das im Grunde alles schon genannt.
00:31:37: Vielleicht etwas gar nicht nur explizit zum Thema Paarbeziehung, sondern auch sowas jetzt aus der aus den Seminaren mit der Petiko heraus aus der Erfahrung wenn es zu einer Herausforderung Situation kommt und man ein Gespräch führen möchte, in einem so ein wichtiges Gespräch.
00:31:55: Und man weiß, man fühlt sich da vielleicht selbst noch unsicher und strich oder das wäre gut dann auch dieses zweite Augenpaar dazu zu haben.
00:32:02: dass ist dann die Möglichkeit ist die Leitung dazuzuholen.
00:32:05: Und je nachdem kann jetzt sein die Leitungen geht davon aus, das weiß jeder und natürlich kann ich das machen aber vielleicht weiß es halt doch nicht jeder und da finde ich's auch etwas eine tolle Möglichkeit.
00:32:17: immer wieder Wenn man als Leitung da immer wieder auch Werbung macht, und du kannst mich dazu holen.
00:32:22: Und wenn was ist, dann kannst du mich auch dazuholen.
00:32:26: Grundsätzlich herausfordernde Gespräche... ...und wenn es jetzt ein Gespräch wäre wie in der Fallkonsolidation die du geschildert hast... ...möglicherweise gibt's ja so eine Art Ausspielen zwischen den Eltern und das Kind wird so instrumentalisiert oder in diesen paar Konflikten da zusammen, wo ich mir auf jeden Fall noch mal jemand dazu
00:32:47: hole.".
00:32:47: Damit ich in der Rollenklärung bleibe, damit ich dieses zusätzliche Augenpaar habe.
00:32:52: Damit auch als Fachkraft diese Unterstützung habe.
00:32:55: Ich finde es so wichtig, dass man sich halt unterstützt fühlt allgemein durch das Team und dann auch durch die Leitung.
00:33:02: Ja absolut.
00:33:07: Gibt es denn was wo du sagst?
00:33:10: Also wir haben ja jetzt zu den Kindern geschaut Wir haben zu der Kommunikation mit den Eltern geschaut.
00:33:15: Wir haben zur Fachkräften und zu den Teams geschaut.
00:33:18: Gibt es irgendwas, wo du sagst?
00:33:20: das haben wir also jetzt aus deiner Erfahrung.
00:33:22: Das haben wir bis jetzt noch außen vorgelassen.
00:33:25: Das ist vielleicht auch eine Stellschraube die wichtig ist für den pädagogischen Alltag.
00:33:31: oder sagst du mir dass sind so diese drei wichtigen Punkte auf die man schauen sollte?
00:33:37: Ich glaube das waren jetzt diese grundsätzlichen wichtigen punkte.
00:33:40: erstmal ja ich war gerade innerlich auf der Suche aber fällt mir grade nichts noch
00:33:46: ein Gut, dann vielleicht wenn du jetzt den Fachkräften die heute hiermit anwiesen sind und die eben auch zuhören.
00:33:55: Wenn du da vielleicht noch einen Gedanken mit auf den Weg geben könntest, wenn es um die Paarbeziehung der Eltern im Kita-Alltag geht.
00:34:07: Welcher Gedanke wäre
00:34:08: das?
00:34:11: Also der Gedankel zu dem wie wir es auch besprochen haben.
00:34:15: also ja ist es doch relevant Auch wenn sich es vielleicht erst mal komisch anfühlt, das so mit zu beleuchten.
00:34:21: Aber ja ist es relevant für die Arbeit mit den Kindern.
00:34:25: und trotzdem dieses Bewusstsein.
00:34:29: gibt's die Grenzen da bitte ganz achtsam sein bei der Thematik.
00:34:35: Ja gut!
00:34:37: Das war ein finde ich kurz-und knackiges schön nochmal zusammengefasstes Schlusswort.
00:34:42: vielen Dank dafür und vielen dank liebe Karolin dass du da warst und deine Erfahrung
00:34:48: mit uns geteilt hast.
00:34:49: Vielen Dank, Daniela für das schöne Gespräch mit dir!
00:34:52: Wenn
00:34:54: du in der heutigen Folge neue Impulse für deinen Arbeitsalltag sammeln konntest, dann lass dir jetzt dein neues Wissen von der PDECO-Akademie bescheinigen.
00:35:02: Besuche dafür die Online Lernwelt der Akademie unter lernwelt.pdco-akademie.de.
00:35:09: Nach einer
00:35:09: kurzen Lernerfolgskontrolle erhältst Du eine Kompetenzbescheinigung für das heutige Thema.
00:35:14: Unser Tipp In der Lernwelt kannst du jederzeit und völlig flexibel noch mehr pädagogische Themen entdecken.
00:35:21: Meldet dich jetzt an und erhalte Zugriff auf über fünfzig Videokurse- und Lernartikel von erfahrenen Expertinnen!
00:35:29: Wusste es schon?
00:35:30: Dieser Podcast wird in regelmäßigen Abständen auch live aufgezeichnet.
00:35:34: Du hast die Möglichkeit online dabei zu sein, die Expertinnen persönlich kennenzulernen und dich direkt am Austausch zu beteiligen.
00:35:42: Die Termine und Infos findest du auf der Homepage der PDQ-Akademie unter dem Suchbegriff Masterclass.
00:35:49: Alle Links findest Du natürlich auch in den Shownotes!
00:35:52: Mach's gut – bis bald in Deiner Lernwelt.
00:35:55: oder zu einer neuen Folge von Weiterwachsen als Kitafachkraft.
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