#41 Mehr als Worte – Reggio-Pädagogik im Kita-Alltag

Shownotes

Sprache zeigt sich in der Kita nicht nur in Worten, sondern auch in Bewegung, Spiel, Gestaltung, Mimik und Gestik. In dieser Folge spricht Daniela Kock mit Jessica Fründt-Schauenburg darüber, wie die Reggio-Pädagogik Kinder als aktive Mitgestalter:innen ihres Alltags wahrnimmt und pädagogische Fachkräfte zu forschenden Begleiter:innen werden. Anhand von Praxisbeispielen wird deutlich, wie Räume, Materialien, Beobachtung und wertschätzende Kommunikation sprachliche Bildung und Selbstwirksamkeit unterstützen können. Außerdem geht es darum, wie Teams Vielfalt anerkennen, Ressourcen nutzen und Kindern im Alltag echte Ausdrucks- und Beteiligungsmöglichkeiten eröffnen können.

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00:00:00: Heute spreche ich mit Jessica Frönt Schauenburg über das Thema mehr als Worte, Regiopädagogik im Kita-Alltag.

00:00:09: Jessica leitet eine DRK-Kita in Kiel – mit eighty fünf Kindern und führt ein multiprofessionales Team mit zweiunddreißig Kolleginnen und Kollegen.

00:00:20: Ihren Weg gingen sie von der Basis an sozusagen, also erst eine Kinderpflegerin Ausbildung später berufsbegleitend dann Erzieherinnen.

00:00:29: Dazu hast du noch ne Fachwirtin und Fachberaterin für Kindertagesstätten-Ausbildungen gemacht.

00:00:35: Das heißt Jessica steht für Lernlust, Entwicklung und Teamkultur Und stehen bleiben ist dabei keine Option für Sie.

00:00:44: Was ich ganz wichtig fand vielleicht noch, sie versteht Erfolge als gemeinsames Ergebnis mit dem Team gemeinsam.

00:00:52: Und als Dozentin teilt sie ihr Praxiswissen mit viel Herz!

00:00:57: Jesse ist eine Hamburger Dürren, die der Liebe wegen nach Kiel gezogen ist und ja schön dass du da bist.

00:01:05: herzlich willkommen!

00:01:07: Ja vielen Dank Daniela.

00:01:08: ich bin super aufgeregt freue mich dass ich dabei sein darf.

00:01:13: Ja, sehr gerne.

00:01:14: Das wird ganz nett heute!

00:01:16: Es ist ja irgendwie so dein Thema auch was du mitgebracht hast.

00:01:19: Soll ja um Regiopädagoge gehen?

00:01:25: Weiter wachsen als Kita-Fachkraft.

00:01:28: – der

00:01:28: Podcast für Fachkräfte und Leitungskräfte in der Kita.

00:01:32: Wir nehmen dich mit in die pädagogische Praxis und sprechen mit Expertinnen deutschlandweit über Themen, die deine Kitawelt bewegen.

00:01:40: Wir das sind Lea Wedewart und Daniela Kokk und wir freuen uns dass du mit dabei bist.

00:01:45: Dieser Podcast wird präsentiert von der PDQ-Akademie.

00:01:54: Kannst du vielleicht, wenn jetzt jemand das hört und noch so gar keine Idee hat was ist denn Regiopädagogik?

00:02:00: Kannst Du das in zwei Minuten erklären?

00:02:05: Bein festes Konzept als solches... Es hat nichts mit Konzept zu tun tatsächlich sondern es ist eher eine Haltung also eine Haltung der pädagogischen Fachkräfte als auch der Erzieher.

00:02:23: Und man versteht sich da nicht als Lehrender, sondern eher als Begleiter und darf auch selber Sachen mit den Kindern entdecken tatsächlich.

00:02:34: Genau das würde ich so in zwei Setzen, zwei Minuten einfach sagen.

00:02:40: Vielleicht kannst du sagen vielleicht im Kita-Alltag wie bereichert es denn so dein Kita Alltag die Regiopädagogik?

00:02:49: Es ist auf einer Ebene, also mit Kindern zusammen den Alltag zu gestalten.

00:02:56: Herausforderungen vielleicht auch zur Abstimmung zu sehen oder zu meistern.

00:03:04: Das ist ein Prozess und diesen Prozess hat man nicht nur im Team sondern tatsächlich auch mit den Kindern.

00:03:10: Und ja das ist...das ist das Thema tatsächlich.

00:03:16: Ja!

00:03:20: Alles gut.

00:03:21: Okay, also das heißt im Grunde ... Du hattest im Vorgespräch, glaub ich, Forschende-Begleiterin als so ein Schlagwort genannt?

00:03:30: Das fand ich ganz spannend!

00:03:32: Ja.

00:03:33: Genau.

00:03:34: Also es fängt an mit Wahrung produzieren Schnecken schleim Man ist draußen in der Natur und kommt mit Kindern ins Gespräch Und Ich bin nicht allwissend.

00:03:46: Also um Gottes Willen und auch da sage ich das den Kindern?

00:03:52: ganz ehrlich, ich weiß es nicht.

00:03:55: Und bin aber dann eher diejenige, die den Blickwinkel hat und sagt okay wie können wir das herausfinden?

00:04:01: In Zeiten von Handy Google oder KI sind alles Sachen in denen man erforschen kann mit Kindern oder auch Büchern.

00:04:13: Also daraus entstehen dann Projekte, Schneckenprojekte.

00:04:18: Ich könnte wirklich weitläufig rumspinnen Bilder Ausstellungen.

00:04:23: Man muss nur kreativ genug sein und nicht so verkapselt denken.

00:04:28: Das ist das was die Herausforderung ganz oft im pädagogischen Alltag ist einfach mal den Blick wegen und Richtungswechsel zu machen tatsächlich auf die Ebene der Kinder Und ich glaube, dass es im Erwachsenen sein sehr, sehr schwer.

00:04:45: Ja?

00:04:45: Gerade könnte ich mir so vorstellen in so Stresssituation und wenn man dann sagt okay da kommt jetzt ein Impuls von den Kindern und das wäre ja nach der Regiopädagogik würde ich dann quasi mitgehen und mit dem Impuls gehen.

00:04:57: Okay, ja.

00:04:59: Und wo du Zeit sagst, der pädagogische Alltag ist stressig Und er ist auch stressig, er fängt morgens an den Frühdienst.

00:05:08: Das muss vorbereitet werden und das sind Rahmenbedingungen die einfach gut geklärt sein müssen.

00:05:15: Man muss selber schon eine Idee im Kopf haben wie der Tag sein könnte aber man muss für sich halt selber und da fängt es bei der Haltung an Prioritäten setzen und Priorität hat ein pädagogischen Alltag des Kind nicht dass essen Also auch das Essen und das Trinken, klar.

00:05:34: Aber wenn das Essen fünf Minuten später eingenommen wird dann ist es auch nicht schlimm.

00:05:40: Lieber beantworte ich dann eine Frage mehr.

00:05:43: oder sagt den Kind ganz klar du pass auf lass uns doch verabreden nach dem Essen auf ein Bauteppich und dann besprechen wir es nochmal neu.

00:05:52: Ja

00:05:54: gut aber da wird natürlich die Haltung was du meinst in der Haltung sich Ja, genau.

00:06:00: Und dann soll es ja auch um Sprache gehen?

00:06:04: Was bedeutet denn Sprache für dich in der Rethiopädagogik?

00:06:08: Also tatsächlich Sprache begleitet mich oder hat mich immer wieder im pädagogischen Bereich oder in meiner Arbeit tatsächlich begleitet aber auch privat.

00:06:21: also mein Sohn da hat eine Hörverarbeitungsstörung und ich habe mit meiner Familie ein sehr langen Leidensweg einfach auch durch, bis das überhaupt festgestellt wurde.

00:06:34: War bei vielen Ärzten hat mich viel mit dem Hören und der Sprechen auseinandergesetzt und musste da mein Weg finden und fand die Sprache... Also ich geb aufm Seminar über was die Sprach eigentlich an Macht hat.

00:06:48: tatsächlich Auch darüber ist man sich manchmal gar nicht bewusst.

00:06:53: Und im Kita-Alltag habe ich auch bemerkt, dass viele pädagogische Fachkräfte gar nicht wissen was zum Beispiel eine auditive Wahrnehmung ist.

00:07:03: Also ich musste Lehrern von meinem Sohn erklären was eine auditive Wahrnehnung ist

00:07:09: so

00:07:10: wo ich dann denke hey wir sind alle irgendwie vom selben Fach.

00:07:13: warum wisst ihr sowas nicht?

00:07:15: Das sollte Ausbildung Standard werden zb und nicht nur Lispeln oder Stottern.

00:07:22: und es fängt mit dem Hören an, das Sprechen.

00:07:25: Und das Erste was ich auf jeden Fall sagen würde wäre in der Haltung wo wir wieder bei Haltung sind, was Sprache für Macht hat also was sich damit ausdrücken kann dass andere aber auch Sprache viel klein schrittriger zu machen.

00:07:46: Also wenn ein Kind ein Bild malt und mir erzählt zum Beispiel das ist ein Tannenbaum mit einem Weihnachtsmann, dann kann ich sagen Mensch du hast aber einen tollen Weihnachtsbaum gemalt mit wunderschönen bunten Kugeln Und oh!

00:07:58: Ich sehe sogar die roten Kerzen.

00:08:00: Dadurch gebe ich natürlich schon Anreize in der Sprachentwicklung ohne das Kind zu trimmen.

00:08:09: Was ist das für eine Kerze?

00:08:10: Welche Farbe hat sie, so groß wie klein und förder ein Kind, ohne dass sich das eigentlich weiß also darauf richtig hinzuweisen quasi Und das finde ich einen sehr großen Schatz in der Regiopädagogik.

00:08:26: und das hat was wie gesagt mit der Haltung zu tun dem Kind gegenüber

00:08:34: Genau.

00:08:34: Und ich finde auch ganz spannend, gerade weil du meintest, du gibst auch Seminare zu Sprache und was machen wir denn mit Sprache?

00:08:41: Ich glaube tatsächlich dass manchmal auch so Sachen die wir gar nicht gar nicht böse meinen.

00:08:46: also ich bin im Moment in vielen Einrichtungen wo es immer um das Schutzkonzept gibt und da sind ja die Kursinnahmen jetzt so ein großes Thema.

00:08:54: Also zumindest habe ich das Gefühl und ich hatte dann ganz süßes Beispiel Die hatten einen Kind Es war halt das Schneckchen Und das ist ja nicht böse, wenn ich Schnäckchen sage.

00:09:04: Natürlich ist es nicht böser aber das Kind assoziiert sich halt... Ich muss mich sowieso nicht beeilen weil ich bin ja das Schnäcken.

00:09:12: Ich bin sowieso immer die Letzte!

00:09:15: Ich kann das alles hier so ganz entspannt machen und fühlt sich vielleicht auch gar nicht so gut an und sich dessen einfach bewusst werden finde ich.

00:09:24: was haben wir für Ja, im Grunde eine Power mit der Sprache um eben auch Gedanken oder Bilder in die Köpfe der Kinder dazu pflanzen.

00:09:37: Ich glaube, die Kunst liegt zum Beispiel in der Ritschopädagogik oder allgemein in der Pädagogic.

00:09:43: auch da aber bei der Ritzchopäagogik ist es noch mal wie gesagt die Haltung das Bild vom Kind.

00:09:50: nochmal mehr Wenn ich davon redet, wir haben hundert Sprachen der Kinder.

00:09:56: Also es gibt ja auch Kinder die nicht brechen können aus welchen Gründen auch immer.

00:10:02: Gibt es aber andere Möglichkeiten wie man miteinander kommunizieren kann?

00:10:07: Gut also wenn wir wirklich bei Autisten zum Beispiel die nicht sprechen können, gibt es den Talker.

00:10:15: Das ist ein Gerät der quasi programmiert wird auf das, was das Kind zum Beispiel am Tag möchte.

00:10:24: Das ist super!

00:10:26: Aber ich denke eigentlich kann sich ein Bewegung ausdrücken in Tanz, in Malen, in Kneten mit Matschen also so viele kleine Dinge und muss nicht reden.

00:10:38: Das kann ich auch.

00:10:39: Ich kann Handzeichen geben wenn ich eine Herzform würde aus meinem Daumen und Zeigefinger.

00:10:45: weißt du mir gefällt es hier?

00:10:47: Ohne dass ich zum Beispiel mit dir spreche.

00:10:50: So, genau und das finde ich immer total spannend und gerade bei der Regiopädagogik sehr spannend auch mit dem Tanz.

00:10:59: also die Kinder sich loslassen können ohne dass sie wingen und frei bewegen Das ist... Also auch da wird keine Sprache verwendet.

00:11:10: Man

00:11:10: könnte die Musik zur Eiskönigin spielen.

00:11:14: Ich könnte dir aber zehn Kinder hinstellen in die Tourenhalle, ohne dass das eigentliche Lied besungen wird.

00:11:20: Aber die Kinder könnten den Text zum Beispiel auswählen und singen.

00:11:25: Das wäre auch eine Form von Ritianischer

00:11:30: Sprachbildung

00:11:31: quasi.

00:11:36: Man muss sich einlassen auf die Kinder.

00:11:43: Das darf man auch, das ist der Schöne daran.

00:11:46: Verrückte Sachen und vielleicht auch ein Stück weit Kind werden.

00:11:50: Das hält einen auch jung.

00:11:52: also das darf ich sagen bei forty-fourzig.

00:11:57: Deshalb ja ich finde das super spannend.

00:12:03: Ja gerade dieses was du sagst mit diesen hundert Sprachen ganz spannend, weil du ja auch meinst, dass eben die Sprache so ein Schlüssel der Teilhabe ist.

00:12:16: Und wenn ich Sprache eben nicht nur sehe als Ich möchte das oder ich möchte irgendwas nicht sondern zum Beispiel auch Körpersprache.

00:12:22: Ich kann in einer Körbersprache auch ganz klar erkennen Ist da jetzt gerade jemand zufrieden oder unzufrieden?

00:12:26: Gerade wenn ich das kennt ihr auch schon so bisschen kennen Dann kann ich mir vorstellen, dass es noch viel mehr Teilhabemöglichkeiten eröffnet als die mündliche Abfrage sozusagen.

00:12:40: Genau, ja und es sind so Kleinigkeiten.

00:12:43: also wenn man ein Kind zum Beispiel einen Tablett wortlos gibt mit einer Wasserpipette und zwei kleinen Schächen könnte ich wirklich hundert Prozent darauf verwenden.

00:12:56: und egal ob Krippenkind oder Elementarkind würde es anfangen mit dem Wasser zu spielen.

00:13:03: und wenn wir ihn verschiedene Instrumente zu dem Wasser zum Beispiel wie gesagt eine Pipette hinlegst, würde es anfangen irgendwie dieses aufzuziehen.

00:13:13: Also Wasser ist ein großes Element was Kinder auch super toll finden wo man sie immer mit kriegt und das kann Sprache anregen.

00:13:24: also z.B zieht das Kind das Wasser mit der Pipette auf und du sagst oh guck mal wir spannend wenn Du das Wasser aufziehst mit der Pinzette oder Pipette entstehen der Luftblasen.

00:13:38: Also ich habe das richtig vor dem bildlichen Auge, dann gucken mich so leuchtende Augen an und denken so ja und dann mal gucken was es macht wenn es raus spritzt außer Pipette.

00:13:48: also so läuft es eigentlich oder so sollte es laufen die Neugier zu haben genau zu beobachten dass ist auch eine Sache, die viel zu selten gemacht wird.

00:14:02: Also ich bin nicht die kaffee trinkende Pädagogin im Gruppenraum und sitze auf dem Erzieherstuhl?

00:14:09: Nein!

00:14:09: Während ich auf dem erzieher Stuhl sitze mit meinem Thermobächer, beobachte vielleicht auch Kinder.

00:14:17: Und zwar was sie tun wie sie es tun und hole mir Anreize um sie zu fördern.

00:14:26: Das darf man auch nicht vergessen.

00:14:28: also...

00:14:29: Ja.

00:14:32: Wenn du jetzt mal so an den Alltag denkst und du hattest ja eben schon die strahlenden Augen von den Kindern erwähnt, was gibt es denn da für Möglichkeiten um auch die Ausdruckskraft der Kinder da ein bisschen zu stärken?

00:14:48: Also du hättest ja schon ... also strahlende Augen wäre für mich so mimikgestig wahrscheinlich ja auch.

00:14:56: Was gibt's dann noch für Möglichkeiten und wie stärkst du die?

00:15:01: Also ich versuche immer so im Alltag gerne Sachen zu implantieren, die nicht jeden Tag machen.

00:15:11: Wir haben verschiedene Räume zum Beispiel Bauraum und Gruppenraum der aufgeteilt ist in verschiedenen Ecken.

00:15:23: aber wenn ich da mal was raushol aus einer Verkleidungsecke das sich zb eine Theaterstube reinbaue und anfange mit Handpuppen zu spielen, um die Geschichte zu entwickeln.

00:15:37: Könnte auch daraus Widersprachförderung im Alltag entstehen und gewisse Ausdruckskraft.

00:15:44: also ich will dann ja über die Puppen.

00:15:46: die Kinder sehen mich vielleicht gar nicht.

00:15:49: Es könnte In Erzählkreisen gibt es ganz, ganz tolle Möglichkeiten mit Kindern sie zur Sprache anzuregen in dem man mit Bildkarten arbeitet.

00:16:05: Welchen Tag haben wir heute?

00:16:06: Die meisten Kinder im Alter von drei bis sechs wissen noch nicht mal die Wochentage.

00:16:11: also weil das untergeht tatsächlich im Alltag, im Kita-Alltag.

00:16:15: deshalb schaffen diese Erzählkreise Die müssen keine halbe Stunde lang sein, aber wenn man eine kleine Schale zum Beispiel aufbaut mit einer Bildkarte.

00:16:24: Das bedeutet für mich als Pädagoren wiederum Vorbereitung mit einer bildkarte wo Montag drauf ist mit einer Farbe in Rot ich bin jetzt mal rum und ein rotes Männchen und vielleicht noch weiteren Karten.

00:16:43: was muss sich heute anziehen?

00:16:44: Wenn ich rausgehe das riecht alles zur Sprache an Ohne, dass ich supergroße Vorbereitung habe um ein Sprachprojekt zu machen oder so.

00:16:55: Das sind Kleinigkeiten die im Alltag implantiert werden können ohne das sie viel Arbeit machen.

00:17:03: Also es macht mehr Arbeit einen Entwicklungsbogen zur Sprachdokumentation auszufüllen der wirklich gut ist.

00:17:10: da sitzt du irgendwie anderthalb Stunden dran als wie solche Sachen zu schaffen Gesprächskreise im Puppen-Theater eine Aufführung zu starten.

00:17:22: Und man kann das ja auch weiterspinnen, also irgendwann... Ich habe viele Kinder entdeckt die dann einfach meine Rolle übernommen haben und der Hund waren oder was weiß ich?

00:17:35: Und daraus entsteht eine Geschichte!

00:17:37: Dann sind sie ins Atelier geflitzt und da haben Eintrittskarten fertig gemacht.

00:17:43: Da kann so viel passieren und daraus entstehen dann Projekte.

00:17:47: Und das bedeutet ja auch nicht, dass man das immer sofort alles hintereinander machen muss aber man muss es selber erst mal leben und tragen und wieder die Haltung.

00:17:56: also wenn du dich bereit dazu bist dich zu öffnen Dann kann es auch langweilig in der Kita werden.

00:18:06: Ja genau Du hattest gesagt Projekten da hattet du auch die Projektdokumentationen nochmal angesprochen, dass das auch wichtig oder was heißt ein wichtiger aber dass das mit dazugehört.

00:18:21: Genau.

00:18:22: also nicht nur wir arbeiten ja mit einem Klientel sage ich mal die sind Kinder aber auch Eltern.

00:18:31: Ich als Mutter möchte wissen was mein Kind tagsüber macht und wie es gefördert wird.

00:18:36: Also gerade In der jetzigen Gesellschaft ist es immer so höher, weiter schneller und immer ganz viel machen.

00:18:45: Und wenn ich eine Kita oder Rundführung mache, sage ich immer wir sind nicht hier dreiundzwanzig Kinder an einem Basteltisch und basteln den Weihnachtsmann oder den keinen Ohrhasen.

00:19:00: also das macht jeder wenn er Lust hat den Weihnachtsmann zu basteln Denn bastelt er ihn auf seine Weise.

00:19:08: Wenn der Weihnachtsmann dann eben blau ist, dann ist er blau nicht rot!

00:19:11: Also, wer sagt denn dass der Weihnachtsmann Rot sein muss?

00:19:15: Weil man einen blauen Umhang haben weil der Rote vielleicht dreckig geworden ist.

00:19:20: Solche Prozesse sind gut zu dokumentieren und auch das erarbeitet wieder oder das erleichtert den Arbeitsalltag.

00:19:29: Weil wenn du das präsentierst den Eltern wirst du weniger nachfragen Und es reicht manchmal schon ein kleines Plakat mit fünf Fotos.

00:19:39: Was haben wir heute gemacht?

00:19:41: Wenn's um die sprachliche Dokumentation geht, hat das natürlich ja aber auch einen konzeptionellen Wert.

00:19:47: also man bereitet sich vor auf Elterngespräche in Anbetracht auf die Schule.

00:19:54: da müssen Überprüfungen stattfinden ob noch irgendwie Logopäde etc.

00:20:01: angestrebt wird.

00:20:02: Das ist wichtig.

00:20:03: Aber auch ein Logopede quasi kommt erst zum Einsatz kurz vor der Schule, weil die meisten Kinderärzte oder Logopeden sagen es macht erst Sinn Sprache zu fördern wenn der Zahnwechsel da ist.

00:20:18: Also die größeren Zähne und manchmal ist es eine sehr schleppende Angelegenheit mit Ohrenarzt und so.

00:20:29: aber ich sage immer bleibt dran und beobachtet.

00:20:33: Und bleibt dran, also Pädagogen haben nicht nur die Aufgabe Kinder gut zu betreuen sondern Eltern in gewisser Weise auch den Rücken verstärken.

00:20:44: Wenn das nur ist dass eine Mutter sagt Boah ich kann mich mehr!

00:20:49: Ich war jetzt schon bei twenty-fünf Ärzten und die sagen ja gut dann gucken wir nach was können wir tun?

00:20:57: Total abgeschweift

00:20:58: hier

00:21:01: Genau, das ist im Thema Dokumentation und letztendlich hat man als Pädagoge dann ja auch was in der Hand.

00:21:06: Also wenn man wirklich etwas ausarbeitet für die Sprachentwicklung, weil man sieht ein Kind ist sprachaufwändig.

00:21:16: Und umso wichtiger ist es seine Vorbereitungszeit, die eigentlich jede pädagogische Fachkraft haben sollte und auch haben muss gut zu nutzen.

00:21:26: also das erwarte ich von meinem Team Als Leitung

00:21:31: Ja, okay.

00:21:33: Also das heißt jetzt hast du ja so ein paar Ideen.

00:21:37: wie kann es eben sein?

00:21:39: Dass ich dafür sorge, dass die Kinder die Möglichkeit haben sich auszudrücken und wie kann ich das eben auch schon bisschen... Ich würde jetzt fast sagen rauskitzeln, dass sie Kinder einfach Gelegenheit haben was zu sagen wenn sie etwas sagen wollen oder sich mitzuteilen wenn sie was mitteilen wollen.

00:21:55: Was ich auch noch ganz schön fand so als Aspekt von dem eben auf die Interessen und Ideen der Kinder eingehen, war dass du auch sowas so gesagt hast.

00:22:06: Die Kinder merken dann eben meine Ideen sind wichtig.

00:22:09: also eben nicht wir setzen uns jetzt alle hin und basteln xy sondern wir gucken was interessiert jetzt gerade die Kinder?

00:22:15: Und jetzt wäre vielleicht gerade Laterne basteln dran.

00:22:17: aber die Kinder interessieren sich für Schneckenschleim geht es jetzt halt um die Schnecken.

00:22:21: Und das fand ich noch so ein schönes, sowas Schönes zu mitnehmen.

00:22:26: So meine Idee ist wichtig und ich zähle hier auch in diese Einrichtung wo ich ja einen Großteil meines Tages verbringe.

00:22:34: also das fand Ich noch so einen schönen wichtigen Punkt.

00:22:39: einfach

00:22:40: Aber das fängt bei der Erzieherin an den Blick zu haben für die Kinder.

00:22:46: Also man fördert damit ja auch nicht nur die Sprachuntersprachverständnis und die Auseinandersetzung von die Kommunikation, sondern das Selbstwertgefühl.

00:22:55: Auf der sozial emotionalen Ebene wenn du irgendwelche Berichte hast hört man ganz oft naja soziale emotionale Bindungen da liegt eine Störung vor oder so Kleinigkeiten.

00:23:10: mit Wertigkeit fängt es einfach an.

00:23:14: Und auch, was man machen kann ohne viel zu kommunizieren.

00:23:19: Den Raum der ja eigentlich als dritter Erzieher in der Regio-Pädagogik dient so zu gestalten und auf gut vorzubereiten dass man nicht mehr viel selber agieren muss als Erziehern.

00:23:35: ich bin nicht die Bespielerin sondern es soll alles auf Kinderhöhe sein das Kinder daran können.

00:23:43: Natürlich muss ich als Erzieherin und das ist meine Aufgabe im Blick behalten, welche Scheren dürfen Kinderwohnen nehmen.

00:23:50: Also wenn ich sie nach ganz oben packe und vom Kind erwarte, nimm dir mal ein Stuhl, hol die Schere aus dem fünften Regal, dass sich da keiner das Auge auspiegt.

00:23:57: Das sollte klar sein.

00:24:00: aber, dass man dann sagt okay ich lege zwei Scheren auf Kinderhöhe und es gibt eine Regel, das muss besprochen werden Und es muss ordentlich wieder zurückgelegt werden, dass da keiner sich verletzen kann.

00:24:14: Oder wenn ein Krippenkind mit dem Raum ist wie gehen wir dann damit

00:24:17: um?

00:24:18: Stifte

00:24:18: im Atelier müssen vorbereitet sein.

00:24:20: was bringt einen Kind ein Stift der nicht angespitzt ist?

00:24:24: also mir würde es keine Lust machen.

00:24:27: ich koche lieber in einer Küche die schön aufgeräumt ist als wenn das Geschirr oben auf der Spüle ist.

00:24:34: Da habe ich keine Lust zu kochen.

00:24:36: So, ich kann mich eher entspannen in einem Raum der aufgeräumt ist.

00:24:40: Frisch gewischt sage ich mal als wenn er vollgemüllt ist und die Wäschekörbe sich noch tören würde ich mich niemals entspannend im Raum.

00:24:51: Und da fangen wir auch wieder an mit Regio.

00:24:54: Der dritte Raum oder der Dritte Erzieher in den Regiopädagogik ist der Raum bedeutet auch vielleicht setze ich Provokation indem ich einfach in der Leseecke ein Buch quer aufstelle, so als wenn ich es gleich vorlese.

00:25:12: Das hat eine andere Macht, wenn ein Kind dann reinkommt und sieht oh da ist ein Buch!

00:25:19: Da spricht mich eigentlich gleich an Und dafür brauche auch keine Sprache Es ist nur ein Buch.

00:25:26: Vielleicht setze ich auch noch die passende Handpuppe.

00:25:28: Also ich sage jetzt mal Ich habe eine Geschichte über einen Igeld und lege noch dazu die Handpappe Und so kommt man dann ins Gespräch.

00:25:35: Also das sind die Kleinigkeiten, wirklich die Kleinkeiten und auch in meiner Ketagee ich manchmal rum und lege dann irgendwas anders.

00:25:48: damit fängt es schon an.

00:25:49: also ich lege die Baustelle wie immer auf der rechten Seite im Regal sind einfach auf die linke Seite.

00:25:54: bei manchen Kindern ist es denn schon so dass sie wieder auf die rechte Seite packen weil das ist Gewohnheit das ist Sicherheit.

00:26:00: klar.

00:26:00: eine Frage Aber ich habe sie auf der anderen Seite hingestellt oder ich kippe sie einfach mal zur Hälfte auf dem Bauteppich aus.

00:26:11: Ich schwöre dir das erste Kind, was in den Raum kommt wird sofort anfangen mit diesen Bausteinen zu spielen weil es da ist.

00:26:18: Es ist visuell und ja dass sollte man vielleicht üben aber wenn man's beherrscht kann man tolle Sachen machen.

00:26:29: Das heißt für mich als Fachkraft tatsächlich auch, dass das ja ganz unterschiedliche Aspekte sind.

00:26:35: Also einmal was du meintest ich kann eben auch so ein bisschen... ...für die Stimmung in der Gruppe sorgen.

00:26:40: also ist es eher ordentlich aufgeräumt.

00:26:44: vielleicht strahlt es ein bisschen Ruhe aus oder alles total chaotisch und wild?

00:26:48: Und wenn ich da schon reinkommen werde, wirds mir schon zu viel!

00:26:52: Dass sich da so ein bißchen drauf achte und gleichzeitig aber eben auch so Impulse setzen kann, wo die Kinder dann so hellhörig werden.

00:27:02: Was du schon sagst ich pack's einfach von links nach rechts also würde mir dann auch so gehen ist das gehört da?

00:27:06: so war das schon immer so hatten wir das eigentlich schon immer.

00:27:10: und auf dieses zugänglich.

00:27:11: also dass es zugänglig für die kinder ist.

00:27:14: was du meintest es müssen ja nicht alle scheren aber zumindest zwei und Das macht mir das leben als Fachkraft ja wahrscheinlich dann auch wieder ein bisschen leichter wenn es eben Also wenn die Kinder wissen, ich kann daran.

00:27:25: Das sind die Regeln.

00:27:27: Klar, die muss sich dann natürlich auch durchsetzen.

00:27:29: Aber ich könnte mir vorstellen, dass es tatsächlich auch so ein bisschen entlastend sein kann, wenn ich den Raum gut nutze?

00:27:36: Ja definitiv also.

00:27:38: erstens Wenn ein Team so arbeitet ist das entlastet.

00:27:42: Die erste Zeit ist es noch ein bisschen anstrengender gerade, weil man so neue Aufnahmen hatte.

00:27:46: ne die regeln.

00:27:47: aber selbst da ist Es so, dass die kinder sich gegenseitig in quasi lehren und sagen, nein du darfst die Schere noch gar nicht oder du musst die Schäre wieder ins Regal liegen.

00:27:58: Oder du darf den schwarzen Schiff doch nicht zu dem braun packen.

00:28:01: so das gehört ja gar nicht in.

00:28:02: also selber vor partiert an was entstehen andere.

00:28:08: Und es entlastet ungemein wenn man erstmal da ist an dem Punkt.

00:28:11: aber man muss auch ein Stück weit bereit sein und man darf den Kindern auf etwas zutrauen.

00:28:18: Ja weil Das Leben ist strukturiert klar mit Arbeit später und Schule.

00:28:26: Also wenn sie zur Schule kommen, dann wird es immer morgens um acht da sein, forty-fünf Minuten sitzen danach Pause und weitermachen.

00:28:35: Genau!

00:28:36: Und ich sehe meine Aufgabe als Erzieherin oder pädagogische Fachwaffe.

00:28:40: Da sollte er es auch sehen Kinder dafür starten mal stark zu machen diese Grundlagen Basis zu schaffen einfach Ressourcen orientiert einfach zu schauen tatsächlich.

00:28:52: Also es macht ja auch nicht mit seinen Problemen jedes Mal zur XY zu rennen, sondern es regt mich ja auch an selber nachzudenken wie könnte ich vielleicht daran so und so kommen oder bestimmte Fehlerkultur sich einzugestehen?

00:29:12: Das hat jetzt nicht so geklappt mit dem Schaum, aber was kann ich dann nächstes Mal anders nehmen?

00:29:16: Anstatt den Schneebesen oder anstatt das Hölzchen.

00:29:22: Da entstehen viel mehr Blubberblasen.

00:29:25: Also solche Sachen, die dann einfach entstehen und experimentieren.

00:29:29: Und da dürfen auch Misserfolge auf jeden Fall dabei sein.

00:29:34: Es muss ja nicht alles rosa rot sein um Gottes Willen.

00:29:37: Aber das ist die Aufgabe der pädagogischen Fachkräfte dran zu bleiben und auch zu sagen, du darfst es noch mal probieren.

00:29:46: Also nur weil du einmal scheiterst heißt das nicht dass du das nicht kennst oder du doof bist sag ich jetzt mal das umzusetzen.

00:29:55: Ja

00:29:55: genau und also du hast

00:30:00: gesagt ist eine Haltungsfrage bei den Fachkräften und vieler Kultur gehört ja auch voll in die Haltung mit rein.

00:30:07: Wie ist es denn, sind wir so bei den einzelnen Fachkräften gewesen?

00:30:10: Was ist dann vielleicht auf Team-Ebene noch wichtig um da eben die Sprachentwicklung der Kinder zu unterstützen.

00:30:17: Um da eben Retu-Pädagogik zu leben?

00:30:22: Also im Team ist es so.

00:30:25: in den Dienstbesprechungen zum Beispiel besprechen wir auch normal die Gruppen an sich also elementar mal Krippe weil ich wissen will okay wo stehen wir gerade?

00:30:35: ne was brauchen die Kinder?

00:30:38: müssen vielleicht auch neue Sachen angeschafft werden, von denen ich nichts weiß.

00:30:41: Ich meine die meiste Zeit bin ich mittlerweile im Büro und wenn ich mal lange Weile habe oder die Gruppe aufmischen will dann flitze ich durchs große Haus und mache ein bisschen wilde Wurst.

00:30:53: Aber ich kriege halt nicht mehr so viel mit vom Alltag.

00:30:57: wie früher sage ich mal als Gruppenleitung Und da besprechen wir auch was brauchen die Kinder?

00:31:05: Also, wo stehen Sie gerade?

00:31:07: Ist gerade Rollenspiel.

00:31:09: das Thema müssen wir bei den Eltern noch mal fragen habt ihr vielleicht schöne lange Kleider oder Hackenschuhe die aussortiert wurden solche Dinge genau und das mit dem Team zu besprechen.

00:31:24: Und da sind wir wieder bei Beobachtung.

00:31:26: ich erwarte von meinem Team wenn sie den Kaffebecher in der Hand haben.

00:31:30: Ich bin schon wieder total provokant, ne?

00:31:33: Wenn Sie den Kaffeebächer in die Hand haben, dass Sie auch schauen was brauchen die Kinder?

00:31:39: Was tun Sie?

00:31:40: Was ist gerade in deren Köpfen?

00:31:43: Wo entwickeln Sie sich gerade weiter?

00:31:45: Solche Dinge erwarte ich von meinem Team und aus diesem Beobachtung entstehen dann wieder neue Sachen oder entstehen auch Dokumentationen.

00:31:57: Ich könnte, wir sind ja ein offenes Haus in meinem Team alle Zweiunddreißig Leute fragen was Kind X Y gerade in seiner Entwicklung wo es da gerade steht.

00:32:09: und ich könnte zu hundert Prozent sagen jeder meiner Teammitglieder oder Mitarbeitenden weiß wo dieses Kind Entwicklungsmäßig steht.

00:32:18: das erwarte ich.

00:32:19: als Leitung von meinem Team habe ich aber auch Klage äußert, und das erreiche ich aber durch gute Kommunikation in der Teamarbeit.

00:32:29: Bedeutet die Dienstbesprechung nutzen oder im Austausch mit mir als Leitung zu sein für mich als Leitungen aber auch reinzukommen, mal in den Gruppen reinzugehen was natürlich auch bei mir zeitlich durch Termine, Besprechungen

00:32:46: etc.,

00:32:46: pp immer sehr schwer zu kombinieren ist.

00:32:52: Das macht das aus.

00:32:53: Unter einem Team miteinander eine Base zu schaffen, okay wie ist unsere Haltung?

00:32:59: Das muss glaube ich auch als Leitung ganz klar kommuniziert werden und ich glaube mein Team kann mich da mittlerweile gut einschätzen schon.

00:33:06: Ja ja, ein gutes Haltungsarbeit finde ich jetzt sowieso immer super wichtig.

00:33:12: Jetzt überlege ich grade, merkt man denn in der Team?

00:33:16: Also ich stell mir das so vor.

00:33:17: Wenn ich jetzt sehr dabei bin und guck wie geht's den Kindern was brauchen die Kinder was für Impulse geben die mir dann bin ich ja sehr im positiven Sinne auch durchaus flexibel und geht dann von meinem.

00:33:29: Ich hab das aber so und so geplant.

00:33:31: Und jetzt kommt etwas anderes.

00:33:32: mit den Kindern Bin ich sehr flexibel bin ich sehr bei den Kindern gibt den Kindern auch das Gefühl hey ich seh dich ich höre dich ich nehme das wahr und wir nehmen das irgendwie auf.

00:33:42: Überträgt sich das auf die Teamarbeit?

00:33:44: Also Teams, die arbeiten die Teams auch mit den Mitgliedern dann quasi untereinander.

00:33:49: Sind Sie da vielleicht auch offener flexibler, fehlerfreundlicher?

00:33:55: Das ist auch eine Erwartungshaltung von mir als Leitung würde ich jetzt mal behaupten.

00:34:02: Meine Erwartungen sind einfach die Neugier zu behalten also neugierig für etwas Neues zu sein und nicht zu sagen ja das haben wir immer schon so gemacht Ja, das ist mir wurscht.

00:34:14: Das ist langweilig!

00:34:15: Also ins Umdenken zu kommen und auch zu sagen da bin ich nicht der Fachmann drin.

00:34:21: also es gibt Menschen die super gerne im Atelier sind und Atelierarbeit machen und andere wiederum die sagen also ich kann noch nicht mein Strichmännchen malen und trotzdem sehe ich sie in Atelier die dann aber andere Sachen gut machen können im Atelier und sei es nur Knie.

00:34:43: Also, die Offenheit zu behalten seine Ressourcen zu kennen.

00:34:49: also wen spreche ich vielleicht auch an?

00:34:51: Ich als Leitung auch das erwarte ich von mir selber muss wissen welche Fähigkeiten und Fertigkeiten hat mein Team.

00:35:01: wenn ich jemandem habe, der gerne am Computer sitzt oder schreibt muss ich wissen wer das ist als Leitung und genau dies erwarte ich auch von meinem Team.

00:35:13: Also ich leite das Haus mit meiner Stelli zusammen Und auch da gibt es Sachen.

00:35:20: Ich bin halt einfach besser in der Kassenabrechnung Die ist besser in die Gesamtübersicht Und das darf man auch zulassen, eine Sache nicht können.

00:35:42: Gesellschaftlich ist es aber auch sehr schwer und auch da sehe ich wieder die Verantwortung bei uns als Erzieher zu sagen du darfst eine Sache gut nicht gut können Aber du musst wissen und das setze ich voraus Du musst wissen zu wem du gehen kannst, der es für dich erledigen kann.

00:36:02: Also deine Ressourcen.

00:36:05: Genau das finde ich bei Kindern auch und es implantiert sich tatsächlich auch bei Kinder die dann sagen naja also mit den Bausteinen kann nicht so gut bauen aber XY-Kind kann das total gut.

00:36:20: vielleicht kann Demi das ja mal zeigen.

00:36:23: Also selbst solche Sachen werden dann erlernt.

00:36:28: Ja, spannend.

00:36:29: Also profitieren also nicht nur die Kinder davon sondern eben auch die Fachkräfte.

00:36:32: und genau wenn ich lebe es ja auch vor dann erleben die Kinder das noch mal ganz anders.

00:36:40: Wie sieht's denn aus?

00:36:41: Hast du vielleicht... Du hast ja jetzt schon so ein paar finde ich schöne Impulse gegeben.

00:36:46: hast du vielleicht noch ein paar andere praxisnahe Impulse die du Pädagogin mitgeben könntest?

00:36:52: einfach für den Alltag?

00:36:55: Also ich weiß nicht, welche Dokumentationen geführt werden.

00:36:59: In unterschiedlichen Häusern gibt es ja auch unterschiedliche Dokumentations- und Entwicklungsdokumentation.

00:37:05: Aber ich würde in den Entwicklungs-Dokumentations zum Beispiel könnte man gut die Kinder mit einbeziehen tatsächlich, dass sie von sich selber z.B.

00:37:16: ein Bild malen.

00:37:18: Ein Selbstbild von sich erstellen zu dem Entwicklungsgespräch das wäre eine Idee.

00:37:24: Erstens catch man damit tatsächlich erfahrungsgemäß ganz oft die Eltern, die das total vollfinden.

00:37:31: Wenn man über ihr Kind spricht und sagt naja und es hat auch was vorbereitet also auch etwas getan Es hat ein Bild von sich gemalt Und ganz prägnant sind die Fahre oder die Schleife oder oder oder?

00:37:43: Und wenn man das mehrere Jahre betreut dann hat man natürlich auch seine drei vier Bilder wenn es aus der Krippe kommt vielleicht auch sechs.

00:37:51: Das ist schon spannend, was da eine Entwicklung entsteht und somit würde ich immer schon mal eine Basis schaffen um ein Gespräch zu starten.

00:38:00: Also einen Entwicklungsgespräch weil auch das muss ja mit viel Fingerfertigkeit angefasst werden.

00:38:07: also man geht über den größten Schatz quasi der Eltern und jedes Elternteil ist Löwe und Löwenden.

00:38:16: Das muss alles mit Samthand gut bearbeitet werden und eine Wichtigkeit haben, auch bei den Pädagogen.

00:38:24: Genau!

00:38:25: Und so die Dokumentation.

00:38:27: also jeder einzelne Dokumentations sollte nicht nur eben mal schnell ausgearbeitet werden sondern man sollte seine Vorbereitungszeit und da sind wir wieder bei der Vorbereitung wirklich gut nutzen und auch eine Struktur haben, also eine eigene Struktur.

00:38:47: Das würde ich auf jeden Fall machen.

00:38:51: Dann würde ich genügend Materialien da haben, also das heißt nicht Massen sondern eine Auswahl an Materialien.

00:38:59: Das kann mal die C-Wa Rolle sein, das können aber auch die Eierkartons sein.

00:39:05: Das können vielleicht auch Joghurtbecher sein oder von der Kaffekapselmaschine ausgewaschende Plastikinhalte die man gut verbasteln kann, Muckelsteine in verschiedenen Farben und Form.

00:39:22: Also nicht Masse, sondern Vielfalt würde ich sagen.

00:39:26: verschiedene Materialien um aussprachliche Anreize zu bieten Und auch da sind wir dann bei der Regio viele unterschiedliche Dinge einfach auf dem Tisch zu präsentieren und mal gucken was da passiert Genau und dann vielleicht aktiv zuhören, also Gesprächsanlässe mitnehmen.

00:39:51: Aktiv zuhörn bedeutet für mich einfach manchmal aus meinem Büro zu kommen und mit den Kindern das Essen zu begleiten oder mit ihnen in die Gesprächskreis zu sein.

00:40:03: Und dann erzählt es ein oder andere Kind auch ja Jesi und hast du gesehen?

00:40:07: Gestern habe ich das und das erlebt und so diese Anreize wahrzunehmen, mitzunehmend sich die Zeit dafür zu nehmen diese Gespräche zu gehen auf jeden Fall.

00:40:20: Das vielleicht, wenn ich ganz kurz unterbrechen darf, weil da beobachte ich auch gerade, wenn man gemeinsam irgendwie keine Ahnung wir sind eigentlich am Puzzlen oder vielleicht irgendwie gemeinsam was Kneten basteln.

00:40:30: Da kommen ja auch die schönsten Gespräche zustande, die im Zweifelsfall gar nichts damit zu tun haben und das dann auch zuzulassen und darauf einzugehen.

00:40:41: Das finde ich auch immer total wichtig um Die hat das einfach zu nutzen, auch wenn das jetzt gar nicht mein Plan war.

00:40:47: Mein Plan war vielleicht was ganz anderes aber da eben offen zu sein für Gesprächsangebote von den Kindern.

00:40:54: Ja und das Problem ist tatsächlich der Alltag in der Kita ist sehr hetzig, ist sehr stressig.

00:41:01: also wie gesagt es fängt morgens um sieben an und hört um siebzehn Uhr auf und man isst nur dabei den Tag umzukriegen in Anführungsstrichen mit Essen, Windeln rausgehen Zwischendurch noch mal ein Tür in der Angelgespräch, eventuell nochmal irgendwelche Herdlöschen oder Brände löschen.

00:41:20: Dann Krankheitswellen

00:41:21: etc.,

00:41:22: ich erzähle ja von der Basis.

00:41:25: also ich weiß worum es geht weiter aber sich aktiv wirklich mal aufs Hören zu hören konzentrieren genauso wie aktiv mal zu beobachten.

00:41:38: Also ich sage auch aktiv ganz provokant weil ich dann wieder mit meinem Kaffebecher in der Gruppe sitze auf dem Erzieherstuhl und einfach mal beobachte.

00:41:47: Aber wie wichtig das ist?

00:41:49: Und ich sage mal so, eineinhalb Jahre einer sozialpädagogischen Assistentin verbringst du damit in der Ausbildung aktiv zu beobachten.

00:41:59: Dann kommst du in die Kita, arbeitest und solltest es nicht mehr, sonst bist du die kaffene Trinkendeerzieherinnen im Gruppenraum.

00:42:06: Also

00:42:09: ja... Das sollte man dran festhalten und das ist sehr, sehr wichtig tatsächlich.

00:42:15: Mit so kleinen Basisgeschichten kann man so viel bewegen.

00:42:19: Ja, nun hatte

00:42:22: ich dich unterbrochen.

00:42:23: Ich glaube du hattest gerade noch einen anderen Impuls?

00:42:27: Jetzt habe ich hier natürlich...

00:42:32: Gut!

00:42:36: Dann vielleicht kann ich noch die Impulse zuschmeißen.

00:42:40: Und zwar hat es so noch gesagt, dass Vielfalt feiern auch wichtig ist also das eben jede Sprache und jeder Ausdruck wertvoll ist.

00:42:52: Genau, vielleicht magst du da noch was zu sagen?

00:42:58: Also es ist ja so... Ich habe zum Beispiel Ich weiß nicht, in welchen Zusammenhang ich, ich erzähle gerne aus der Praxis so.

00:43:08: Zielfalt also auch da sage ich mal nicht diesen starren Blick zu haben.

00:43:14: wenn du bei mir in der Kita reinkommst und ich finde das ist schon Vielfalt und auch eine Haltung wirst Du nicht nur in der deutschen Sprache begrüßt sondern wir haben zwölf Länder und zwölfe verschiedene Sprachen Kulturen Sprachen ausgedruckt.

00:43:35: mit Guten Morgen.

00:43:36: Also ob nun Französisch, Italienisch, Spanisch es ist alles dabei Arabisch ich kann's nicht lesen Ich kanns auch nicht aussprechen weil ich kann das er nicht so rolln.

00:43:49: Aber die Kinder freuen sich.

00:43:50: zum Beispiel ich habe auf türkische kinder wenn ich sage Merhaba Nassensin Dann sagen sie yes du sprichst ja türkisch.

00:44:00: Also Merabar heißt eigentlich nur Hallo und Nassensin, wie geht's dir?

00:44:04: Mehr kann ich auch nicht.

00:44:07: Aber... Ich kann türkisch.

00:44:10: also Und da einfach auch die Neugier zu behalten Zu sagen egal welche Herkunft, egal welche Sprache Die Neugiel zu haben und offen zu sein und breit zu sein vielleicht nicht die Sprache zu erlernen, aber bereit sein ein anderer Kommunikationsweg

00:44:30: zu finden.

00:44:32: Durch Bücher oder wir haben auch Kopfhörer jetzt die Sprach übersetzt.

00:44:40: also wir sind in der digitalen Welt und auch da müssen wir ein bisschen mitdenken und mitgehen.

00:44:47: ja alles ist machbar es geht auch Kuppel-Übersetzer kann es regeln Aber da auch nicht so verkopp zu sein Das ist so typisch erwachsen, das will ich eigentlich damit haben.

00:44:58: Also da auch durchaus ein bisschen spielerisch rein geben?

00:45:00: Genau

00:45:01: und Sprache bei Kindern entwickelt sich und selbst Mehrsprachigkeit entwickelt sich schneller als manchmal der Erzieher oder die Eltern gucken.

00:45:13: Manche Kinder lernen schneller Deutsch als du sag ich mal dein Marmeladenboot fertig geschmiert hast.

00:45:20: Ich übertreibe mich jetzt ein bisschen aber genau Da sollte man die Kinder nicht verkennen.

00:45:26: Ja, und ich finde es ist auch wieder so ein ... Ich bin wichtig, weil Jesse jetzt zum Beispiel eine Begrüßung auf meiner Muttersprache gelernt hat.

00:45:34: Das darf so sein, das ist ein Teil von mir.

00:45:38: Sie nimmt das wahr, sie nimmt das ernst.

00:45:39: Also, ich find, dass ist ja auch noch mal einfach ein wichtiges Feedback für die Kinder.

00:45:46: Dass das so sein darf, ja schön!

00:45:50: Gut... Dann vielleicht, wenn ich mir jetzt vorstelle.

00:45:53: Vielleicht hat eine Fachkraft heute zugehört und denkt sich okay, vielleicht arbeitet meine Einrichtung nicht nach der Regiopädagogik aber die Ideen dahinter, die Haltung eben total gut.

00:46:06: was wäre denn so das wo du sagen würdest als Abschluss?

00:46:11: Was wären dann so die ersten Stellschrauben die du empfehlen würdest anzugucken für so ne Fachkraft die sagt da möchte ich auch mit mehr von in meinem pädagogischen Alltag haben?

00:46:22: Ich würde raten, erst mal einen offenen Blick zu haben.

00:46:25: Mal als Besucher durch die Einrichtung zu gehen, als neugieriges Kind also auch in verschiedenen Rollen zu gucken.

00:46:33: wie sehe ich die Kita im Kinder-Augen, wie seh'e ich die kita im Eltern Augen?

00:46:42: Ich sage immer zum meinen Team der Flur ist zb die Visitenkarte unserer Kita habe ich ein Strauß Blumen an dem Empfangs-Tresen, sieht es anders aus als wenn nur der Ordner drauf steht.

00:46:56: Habe ich morgens eine Kerze dort am Empfangstresen stehen oder in der Elternecke einen Adventskranz?

00:47:03: Fühlt man sich gleich willkommen nach oder ist der Tewagen in der Elternecke fertiggestellt?

00:47:11: Ist das Einladener also mit offenen Augen einmal die Kita zu betrachten und auch kritisch zu sehen?

00:47:18: Und ja, es muss nicht eine rettianische Kita zu sein um eine rettiantische Haltung zu haben.

00:47:26: So wo wir wieder bei der Haltung sind Raum als dritter Erzieher sage ich mal da muss ein Team schon mitgehen.

00:47:33: aber ein Stück weit kann man die Kita oder den Raum schon so gestalten dass Kinder alleine an Verkleidungsmöglichkeiten ran können.

00:47:41: Ich rede nicht vom Atelier.

00:47:42: Nicht jeder hat zum Beispiel ein Atelier in seiner Kita.

00:47:47: Da hat man den kreativen Bereich oder man kann die Stifte auf dem Tisch legen.

00:47:53: Das würde ich auf jeden Fall machen, sich fünf Minuten als Hausaufgabe, fünf Minuten am Tag Zeit für Gespräche mit Kindern nehmen.

00:48:04: Das

00:48:04: wäre auch etwas was ich auf jedem Fall sagen würde.

00:48:08: also Zeit für Gespräche nehmen und wirklich Zeit nehmen Das ist schwer und fünf Minuten können auch lang werden, das wissen alle.

00:48:21: Aber das wäre so eine Hausaufgabe die ich mitgeben würde.

00:48:24: Und die Bereitschaft einfach auf zur Veränderung also nicht zu sagen naja das war schon immer so.

00:48:32: Veränderungen kann anstrengend sein ja das weiß ich.

00:48:36: aber Veränderungs bedeutet neuer Blickwinkel Türenöffner der allerletzte Pump sind, glaube ich auch Ressourcen nutzen.

00:48:49: Einfach mal in meiner Pause mit meiner Kollegin vielleicht auch nur dumm Tisch sabbeln.

00:48:54: aber man weiß was meine Kollegin für Steckenpferde hat und selbst in einer privaten Geschichte also es gibt ja... Ich tanze gerne und früher als Pädagogin habe ich mit den Kindern auch getanzt.

00:49:08: das war mein Stecken pferd.

00:49:10: Und ich habe ja schon verraten, wenn man vorhin, als wir so einen fünf Minuten Breakout hatten.

00:49:16: Wenn man für eine Sache brennt dann treibt man das voran, dann bleibt man nicht stehen und wir Pädagogen sollten für eine sache brennen genau also man muss nicht alles beherrschen aber vielleicht eine Sache oder zwei

00:49:34: Genau.

00:49:34: Hier heißt es immer so schön, nur wenn ich selber brenn kann ich das Feuer in anderen entfachen?

00:49:38: Da gibt's doch irgendwie... Definitiv!

00:49:41: Ja, da bin ich ganz bei dir.

00:49:42: Das würde ich auf jeden Fall mitgeben.

00:49:44: Okay.

00:49:45: Vielen Dank.

00:49:46: Das sind auch schöne Impulse um dabei sich selber eben anzusetzen und auch zu gucken was ist jetzt der erste den ich da umsetzen möchte.

00:49:53: Liebe Yassi vielen vielen dank.

00:49:56: Ich fand sehr spannend.

00:49:58: auch die ganzen Beispieleimpulse die du uns mitgebracht hast bedanken mich ganz herzlich dass du da warst

00:50:03: Dir!

00:50:04: Ich danke dir, es hat mir sehr viel Spaß gemacht.

00:50:07: Das freut mich.

00:50:07: Wenn du in der heutigen Folge neue Impulse für deinen Arbeitsalltag sammeln konntest dann lass dir jetzt dein neues Wissen von der PDeCO-Akademie bescheinigen.

00:50:18: Besuche dafür die online Lernwelt der Akademie unter lernwelt.pdco-akademie.de.

00:50:25: Nach einer kurzen Lernerfolgskontrolle erhältst Du eine Kompetenzbescheinigung für das heutige Thema.

00:50:31: Unser Tipp In der Lernwelt kannst du jederzeit und völlig flexibel noch mehr pädagogische Themen entdecken.

00:50:37: Meldet dich jetzt an und erhalte Zugriff auf über fünfzig

00:50:41: Videokurse-

00:50:41: und Lernartikel von erfahrenen Expertinnen!

00:50:45: Wusste es schon?

00:50:46: Dieser Podcast wird in regelmäßigen Abständen auch live aufgezeichnet.

00:50:51: Du hast die Möglichkeit online dabei zu sein, die Expertinnen persönlich kennenzulernen und dich direkt am Austausch zu beteiligen.

00:50:58: Die Termine und Infos findest du auf der Homepage der PDQ-Akademie unter dem Suchbegriff Masterclass.

00:51:05: Alle Links findest Du natürlich auch in den Shownotes!

00:51:09: Mach's gut – bis bald in Deiner Lernwelt.

00:51:11: oder zu einer neuen Folge von Weiterwachsen als Kitafachkraft.

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